Hallenfußball: SV Vrasselt holt den Stadtmeistertitel

Hallenfußball : SV Vrasselt holt den Stadtmeistertitel

Hallenfußball in der Hansahalle: Die Blau-Weißen besiegen bei den Emmericher Titelkämpfen im Finale den VfB Rheingold mit 6:4. Marvin Müller erfolgreichster Torjäger.

Der Ausrichter ist auch der Stadtmeister. Der SV Vrasselt triumphierte bei den Emmericher Titelkämpfen in der Hansahalle. Nach zwei Erfolgen am Finaltag durfte Kapitän Marco Buscher mit seinem Team den Pokal in die Höhe recken.

Im Finale über zweimal 15 Minuten besiegten die Blau-Weißen den VfB Rheingold vor der voll besetzten Tribüne mit 6:4. Nick Konopatzki brachte den Favoriten bereits nach 16 Sekunden in Führung. Der Bezirksligist erhöhte dann bis zur 11. Minute vorentscheidend auf 4:0. Die Rheingolder gaben zwar nicht auf, konnten die Vrasselter aber nicht mehr ernsthaft in Gefahr bringen – ein Doppelschlag zum 4:6 in der 28. Minute kam zu spät.

„Wir haben es gut gemacht und unser Sieg ist verdient“, durfte sich SVV-Coach Benjamin van Niersen über einen weitestgehend souveränen Auftritt seiner Mannschaft am zweiten Turniertag freuen. Auch Nils Handrup, der das Rheingolder Team betreute, zog ein positives Fazit. „Unser Ziel war das Halbfinale, wir haben aber mehr erreicht“, war der VfB-Coach trotz der Niederlage stolz auf sein Team.

Der Praester Marvin Müller – hier im Duell mit Rheingolds Daniel Weigle – war mit zehn Treffern der erfolgreichste Torschütze des Turniers.

So hatte es die große Überraschung gleich zu Beginn des zweiten Turniertages für die ersten Mannschaften gegeben, als im Halbfinale der RSV Praest gegen den VfB Rheingold mit 2:3 unterlag. Der B-Ligist ging zunächst durch zwei Treffer von Malte Arens in Führung, Danny Stein und Marvin Müller glichen zum 2:2 aus, ehe Niklas Wiedersporn der entscheidende Treffer zum 3:2 gelang (24.). Der RSV konnte anschließend auch eine zweiminütige Überzahl gegen den starken VfB-Keeper Niklas Beier nicht nutzen.

Die Enttäuschung bei den Schwarz-Gelben war dementsprechend groß. „Ich bin stocksauer“, ärgerte sich RSV-Vorsitzender Michael Kühn nach der überraschenden Pleite. Der klare 13:3-Erfolg gegen die DJK Hüthum-Borghees im Spiel um Platz drei und die Auszeichnung für Marvin Müller als erfolgreichster Torschütze für zehn erzielte Treffer waren da kein Trost für den Turniermitfavoriten.

Niklas Weyenberg behauptete sich mit dem SVV im Finale gegen den VfB Rheingold.

Im zweiten Halbfinale hatte sich der SV Vrasselt deutlich mit 11:0 gegen die DJK Hüthum-Borghees durchgesetzt. Torwart-Oldie Hans- Jürgen „Leo“ Christ verhinderte eine noch höhere Niederlage und wurde am Ende auch als bester Keeper des Turniers ausgezeichnet. „In der Halle macht es immer Spaß“, ließ sich der 49-Jährige trotz der deutlichen Ergebnisse die gute Laune nicht vermiesen. „Für uns war es schon ein Erfolg am zweiten Tag dabei zu sein, wir sind da aber leider auf dem Zahnfleisch gegangen“, fehlten DJK-Coach Maik de Vries in der Finalrunde die personellen Alternativen.

„Es ist auch am vierten Tag alles gut über die Bühne gegangen“, freute sich Andreas Anschütz in der Turnierleitung über einen reibungslosen Ablauf der Emmericher Stadtmeisterschaften, zu dem etliche Helfer aus den Reihen des SV Vrasselt beitrugen.

Hans-Jürgen Christ wurde als bester Keeper ausgezeichnet. Der 49-Jährige hatte maßgeblichen Anteil daran, dass die DJK den zweiten Tag erreichte.

Der eigentlich angeforderte Sicherheitsdienst war trotz schriftlicher Bestätigung der Firma nicht gekommen – in diesem Jahr aber überhaupt kein Problem. Auf und neben dem Feld verhielten sich alle Beteiligten vorbildlich. Die souverän agierenden Schiedsrichter hatten keine Mühe, die Begegnungen zu leiten.

In der voll besetzten Hansahalle freuten sich die Spieler des VfB Rheingold nach dem Überraschungssieg gegen den RSV Praest.

„Die Stadtmeisterschaften waren diesmal wieder eine Werbung für den Emmericher Sport. Es gab faire und gute Spiele und eine perfekte Organisation“, zeigte sich auch Fußballfachwart Everardus Wanders stellvertretend für den Stadtsportbund als Veranstalter nach der Zwangspause im Vorjahr mit dem Ablauf der traditionellen Emmericher Titelkämpfe in der Hansahalle sehr zufrieden.