SV Vrasselt bleibt auf der Gewinnerstraße

Fußball : SV Vrasselt bleibt auf der Gewinnerstraße

Der Bezirksligist gewinnt auch das zweite Saisonspiel. Der Gastgeber bezwingt den Aufsteiger Kevelaerer SV mit 2:1. Schon vor der Pause legt die Mannschaft den Grundstein zum Sieg. SVV-Keeper Rene Konst vereitelt mehrere Chancen.

Für den Fußball-Bezirksligisten SV Vrasselt stand am zweiten Spieltag das erste Heimspiel gegen den Kevelaerer SV an, einer Mannschaft, die zwei Aufstiege in Folge hingelegt hatte. Besonders friedlich ging es auf dem Platz nicht zu. Am Ende der hektischen Partie stand für die Vrasselter ein – aufgrund der ersten Hälfte – verdienter 2:1 (2:0)-Sieg zu Buche.

Der Gastgeber erwischte auf dem Kunstrasen den besseren Start. Die Vrasselter zeigten sich körperlich präsenter und erarbeiteten sich frühe Chancen durch Fabian Berntsen (2.) und Mathias Pfände (7.). Beide Mannschaften schenkten sich nichts, die Gäste agierten jedoch teilweise viel zu hektisch, was zu Ballverlusten im Mittelfeld führte – so auch vor dem 1:0.

Nach gutem Umschaltspiel gelangte ein abgefangener Pass zu Marco Buscher. Der Vrasselter Spielführer hatte am linken Strafraumeck alle Zeit der Welt, legte sich den Ball auf den rechten Fuß und zwirbelte ihn aus rund 18 Metern mit viel Gefühl zur Führung ins lange Eck (10.). Der SVV setzte den Aufsteiger weiter unter Druck und erzwang wenig später eine Ecke, die Mathias Pfände ausführte. Die fehlende Zuordnung nutzte Benjamin van Niersen eiskalt zum 2:0 aus (16.).

Im Anschluss schaltete der Gastgeber einen Gang runter, blieb aber das dominantere Team und ließ in der Defensive nicht viel zu. Die erste gute Chance hatten die Gäste erst nach einer halben Stunde. Zwei weitere Möglichkeiten entschärfte der Vrasselter Keeper Rene Konst. Machtlos war er dann aber unmittelbar nach der Pause.Die Kevelaerer hielten im zweiten Durchgang körperlich besser dagegen, und den Blau-Weißen gelang es nicht, den Ball aus der Gefahrenzone zu befördern. Einen eigentlich harmlosen Schuss außerhalb des Strafraumes fälschte Timo Verhoeven unhaltbar mit seinem Rücken ab (46.). Rene Konst war bereits auf dem Weg in die andere Torecke, so dass der Ball zum 1:2 über die Linie trudelte. „Das war nicht einmal eine Torchance. Es war ein Glückstor“, sagte der Vrasselter Trainer Sascha Brouwer.

Fortan war noch mehr Feuer im Spiel, auf und insbesondere auch neben dem Platz. Der Aufsteiger agierte nun etwas besser und aggressiver in den Zweikämpfen, ohne jedoch klare Torchancen zu kreieren. Der SVV hatte seine erste Chance im zweiten Durchgang in der 51. Minute durch Marc Warthuysen. Wenig später vergab der zuvor für Mathias Pfände eingewechselte Murat Dogu eine Kontermöglichkeit. Nach einer Stunde kam der Kevelaerer SV mit einem Freistoß gefährlich vor das Tor, der abschließende Kopfball landete aber knapp neben dem Pfosten. Nur einen Augenblick später prüfte erneut der Kevelaerer David Brinkhaus den SVV-Schlussmann, der den Ball aber mit den Fingerspitzen zur Ecke klären konnte. „Er war noch der Ruhigste von allen und hat es wirklich souverän gemacht“, sagte Brouwer.

Die Partie war inzwischen im Mittelfeld hart umkämpft, es gab viele Unterbrechungen und wenig Spielfluss. Benjamin van Niersen (65./ 76.) und Florian Wirtz (67.) hatten gute Kopfball-Chancen, verfehlten das Tor aber jeweils knapp.

Danach hatten die Fans der Blau-Weißen schon den Jubelschrei auf den Lippen: Einen langen Abstoß verarbeitete der ebenfalls eingewechselte Marcel Flietel gekonnt und passte zu Marco Buscher. Allein vor dem Tor legte er sich den Ball aber etwas zu weit vor und verpasste die Vorentscheidung nur um wenige Zentimeter (85.). Auf der Gegenseite parierte Rene Konst noch zwei Fernschüssen (84./88.) und verhinderte somit den Ausgleich. Auch die Nachspielzeit überstand der SVV schadlos. „Der Sieg ist verdient, aber wir hätten die Partie ruhiger zu Ende spielen müssen. Das war aber schwierig, bei der Unruhe, die von außen kam“, sagte der SVV-Coach. Die Gemüter wollten sich auch nach dem Schlusspfiff nur langsam beruhigen.

Brouwer erkannte beim zweiten Sieg im zweiten Spiel eine positive Entwicklung im Vergleich zur vergangenen Saison. „Das war schon ein Schritt nach vorne. Solche Spiele haben wir früher oft in der Schlussphase verloren. Doch jetzt haben wir bis zum Ende gut verteidigt“, sagte er.

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