Lokalsport: SV Rees stellt seinen Kader breiter auf

Lokalsport : SV Rees stellt seinen Kader breiter auf

Fußball-Kreisliga A: Trainer Bernd Franken erhält in der neuen Saison Unterstützung von Frank Bauhaus. Das beste Rückrundenteam der vergangenen Spielzeit setzt sich jetzt einen gesicherten Platz im Tabellenmittelfeld zum Ziel.

Déjà-vu an der Ebentalstraße. Nach einer turbulenten Saison in der Kreisliga A hat der SV Rees trotz einer total verkorksten Hinrunde noch den Klassenerhalt geschafft. Rückblick auf den Sommer 2015: Nach einer turbulenten Saison in der Kreisliga A hat der SV Rees trotz einer total verkorksten Hinrunde noch den Klassenerhalt geschafft. Kein Wunder, dass Coach Bernd Franken nun das gleiche Saisonziel wie vor zwölf Monaten ausgibt: "Wir wollen im gesicherten Mittelfeld landen."

Es gibt aber einige Veränderungen. So erhält Franken Unterstützung an der Seitenlinie von Frank Bauhaus, der zuletzt beim VfB Rheingold tätig war und zuvor mit Franken schon gemeinsam den VfL Rhede II betreut hatte. Das Duo hat sich so aufgestellt, dass Bauhaus primär das Training leiten wird. "Wir werden uns bei der Aufstellung und Taktik absprechen", sagt Franken. "Wenn wir denn wirklich einmal unterschiedliche Meinungen haben sollten, muss einer entscheiden - und das werde dann ich sein." Doch nicht nur Bauhaus hat es vom VfB Rheingold zur Ebentalstraße verschlagen. Ein Spielertrio ist ihm gefolgt. Torwart Dennis Meiners will sich auch in Rees den Nummer-Eins-Status erarbeiten. Eine Festlegung auf einen Stammkeeper gibt es zum jetzigen Zeitpunkt aber noch nicht. Manfred Becker will in jedem Fall seinen Platz nicht kampflos räumen. Mit Daniel Buscher sind die Reeser froh, dass sie eine Allround-Ergänzung für den defensiven Bereich gewannen. Auch eher defensiv auf der rechten Seite sehen die Verantwortlichen das Einsatzgebiet von Steffen Wiedersporn. Eine unglückliche Liaison war die Verbindung zwischen Serhat Akpinar und dem RSV Praest. Franken erwartet von dem Neuzugang in allererster Linie, dass er an seiner Disziplin arbeitet. Nach einem einjährigen Auslandsaufenthalt ist Tim Kliemann wieder beim SVR, der so in sein erstes Jahr bei den Senioren absolvieren wird. Er ist eine Alternative fürs Mittelfeld. Bereits in der A-Jugend hat Gerard Mowa unter Franken gespielt. Der körperlich robuste Akteur wird als eine weitere Ergänzung für die rechte Seite gesehen. "Wir sind quantitativ und qualitativ besser aufgestellt, besitzen auf allen Positionen Alternativen", sagt Franken.

Bereits eine Qualitätsstufe höher ging es für Rees im Winter, als das zu diesem Zeitpunkt hoffnungslos abgeschlagene Schlusslicht der Kreisliga A ein Trio vom TuS Xanten loseiste. Mit der Verpflichtung von Robert-John Lufrano, Bastian Röös und Marko Cvetkovikj gelang dann die Wende, die Mannschaft wurde das beste Team der Rückrunde. Für Franken war das Trio ein wichtiger Baustein zum Klassenerhalt, aber er macht auch deutlich, dass in der Hinrunde oftmals das Quäntchen Glück gefehlt habe beziehungsweise die Durchschlagskraft nicht so war, wie er sie sich gewünscht hätte: "Drei neue Leute machen aus einer Nullmannschaft ja keinen Rückrundenmeister."

Echte Abgänge hat der SVR nicht zu verkraften. Sebastian Hagedorn hat sich entschieden, kürzer zu treten. Alexander Vos hat sich zwar dem RSV Praest angeschlossen, kam aber aufgrund eines Kreuzbandrisses in der vergangenen Saison überhaupt nicht zum Einsatz. Bei Torjäger Marko Cvetkovikj gab es im letzten Saisonspiel mit Schmerzen im Knie die schlimmsten Befürchtungen, doch diese haben sich nicht bestätigt. Cvetkovikj, der in der Rückrunde 19 Tore erzielte, ist fit. Beim Blick auf die Kreisliga A sieht Frank Bauhaus zwei Top-Favoriten für den Aufstieg: "Das sind ganz eindeutig TuB Bocholt und BW Dingden." Darüber hinaus müsse man abwarten, wie sich die Situation in Stenern oder Biemenhorst entwickle.

(RP)