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Fußball: SV Rees ganz dicht vor dem Ziel

Fußball : SV Rees ganz dicht vor dem Ziel

Das Team von Trainer Klaus Klein-Wiele liegt auf Platz zwei. Verfolger Olympia Bocholt hat einen Punkt weniger auf dem Konto. Mit einem Sieg gegen den VfR Mehrhoog rückt die Bezirksliga-Rückkehr ein Stück näher.

Obwohl der SV Rees im Pokalwettbewerb beim SV Friedrichsfeld mit 1:5 das Nachsehen hatte, schöpft Trainer Klaus Klein-Wiele gerade aus dieser Partie Hoffnung. "Wir haben eine Stunde lang sehr guten Fußball gezeigt und es dem Favoriten verdammt schwer gemacht", erzählt der Reeser Trainer. Morgen muss allerdings ein Sieg her, wenn die Rückkehr in die Bezirksliga realisiert werden soll. Einen Ausrutscher kann und will sich die Elf nicht erlauben. In der Partie muss der Coach auf Ferhat Güngör und Eral Dag verzichten, die beide gesperrt sind. Beim VfR Mehrhoog hat man sich, so Trainer Roger Vienenkötter, "im Kopf bereits mit dem Abstieg abgefunden". Er sagt aber auch: "So lange noch rechnerisch etwas möglich ist, nehme ich die Spieler in die Pflicht." Es sind allerdings nicht nur die vier Punkte, die den VfR bei noch zwei ausstehenden Partien vom rettenden Ufer trennen, die den Glauben an die Rettung unwahrscheinlich erscheinen lassen. Das Programm ist auch schwer. Warum der VfR aller Voraussicht nach den bitteren Gang in die Kreisliga B antreten muss, liegt für Vienenkötter auf der Hand. "Wir haben in der Hinrunde zu wenig Punkte geholt. Wir konnten Leistungsträger wie Dennis Faets, Markus Unteregge und Jörn Schweckhorst, die lange ausgefallen sind, nicht ersetzen."

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Der eine oder andere Kenner der Fußball-Kreisliga A Rees-Bocholt wird milde gelächelt haben, als Tihomir Borojevic vor einigen Wochen ankündigte, er wolle mit GW Flüren vier der noch ausstehenden fünf Partien gewinnen. Mittlerweile fehlt dem Coach und seinem Team nur noch ein Sieg, um diese ehrgeizige Vorgabe zu realisieren und damit wohl auch den Klassenerhalt unter Dach und Fach zu bringen.

Drei Erfolge in den letzten drei Partien stehen bereits zu Buche. Das beschert den Grün-Weißen einen Vorsprung von drei Zählern vor den derzeit drei Abstiegsplätzen. Allerdings besteht noch die Möglichkeit, dass vier Mannschaften runter in die Kreisliga B müssen. Der Fall trifft ein, wenn vier Teams des Fußball-Kreises aus der Bezirksliga absteigen. GWF liegt derzeit einen Zähler vor dem Viertletzten Anadolu Spor. Bei einem Heimsieg am Sonntag gegen TuB Bocholt II wäre der Klassenerhalt auf jeden Fall greifbar nahe — und vielleicht sogar schon perfekt. "Die Spieler wissen um diese Chance. Sie haben durch die jüngsten Erfolge Selbstvertrauen getankt", sagt Borojevic. Für ihn wäre es "ein kleines Wunder", wenn diese von so vielen Rückschlägen geprägte Saison doch noch ein gutes Ende für sein Team nehmen würde.

Auf einen solchen Abschluss steuert auch Wesel Anadolu Spor zu. Die erwähnte Konstellation lässt zwar noch kein Durchatmen zu. Die Mannschaft von Trainer Ismet Balci kann den Klassenverbleib aber auf jeden Fall aus eigener Kraft schaffen. Siege am Sonntag gegen die DJK 97 Bocholt und eine Woche später beim SV Haldern würden die Rettung bedeuten. Beim SV Haldern wird morgen auf jeden Fall gefeiert. "Wir wollen uns nach dem Spiel gegen Anholt bei unseren Fans bedanken, die uns immer unterstützt haben", sagt Halderns Trainer Jürgen Stratmann. Aus dem Grunde hat die Mannschaft für die Anhänger ein 50 Liter Fass Bier gestiftet. Direkt nach dem Abpfiff soll mit den Fans angestoßen werden.

(RP)