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Fußball: SV Rees bangt um Kapitän Philipp Bock

Fußball : SV Rees bangt um Kapitän Philipp Bock

Bezirksliga-Aufsteiger möchte sich morgen mit einem Sieg beim Vorletzten SV Geldern-Veert wieder aus der Abstiegszone verabschieden. Die Grün-Weißen haben allerdings nach wie vor personelle Probleme.

Nachdem die erste Saisonhälfte in der Fußball-Bezirksliga fast absolviert ist, steht fest: Neun Mannschaften werden wahrscheinlich bis zum letzten Spieltag um den Klassenerhalt bangen müssen. Mittendrin im Kreis der Wackelkandidaten, von denen sechs den Gang ins Kreisliga-Oberhaus antreten müssen: der SV Rees. Nach der 0:1-Niederlage am Mittwochabend im Nachholderby bei Blau-Weiß Bienen ist die Mannschaft wieder auf einen Abstiegsplatz abgerutscht.

Doch trotz der etwas unglücklichen Schlappe beim Lokalrivalen lassen sich die Grün-Weißen nicht ins Bockshorn jagen. "Wir möchten aus den beiden restlichen Spielen vor der Winterpause mindestens noch vier Punkte sammeln", kündigt Trainer Klaus Klein-Wiele selbstbewusst an.

Morgen ist der Neuling zunächst beim Vorletzten SV Geldern-Veert zu Gast, der sich in der vergangenen Saison erst in der Relegation den Klassenerhalt sicherte. Klein-Wiele: "Dort möchten wir gewinnen, um eine Woche später im Heimspiel gegen den SV Straelen II vielleicht für eine kleine Überraschung sorgen zu können."

Die Chancen stehen gar nicht so schlecht – schließlich hat der SV Rees in dieser Saison bereits dreimal den gegnerischen Platz als Sieger verlassen können. Die Gäste bangen jedoch um den Einsatz von Philipp Bock. Der Kapitän, der am Mittwoch eigens aus Siegen angereist war, um seine Mannschaft zu unterstützen, erlitt in der Schlussphase eine Platzwunde an der Augenbraue. Vorausgegangen war eine Szene, die immer noch die Gemüter der Reeser Verantwortlichen und Fans erhitzt. "Philipp steigt im gegnerischen Strafraum zum Kopfball hoch und bekommt dann den Ellenbogen eines Biener Verteidigers ins Gesicht. Es gibt auch Schiedsrichter, die in solch einer Situation auf Elfmeter entscheiden", sagt Klein-Wiele.

Außerdem steht ein Fragezeichen hinter dem Einsatz von Daniel Schnelting. Der Kapitän war in Bienen trotz einer Adduktorenzerrung aufgelaufen und hatte bis zum Schlusspfiff auf die Zähne gebissen. Klein-Wiele: "Jetzt müssen wir erst einmal abwarten, ob es schon wieder für 90 Minuten reicht." In jedem Fall rückt Daniel Ingelaat, der im Derby aus beruflichen Gründen gefehlt hatte, wieder in die Anfangsformation. Außerdem rücken René Merißen und Jan Schüppel aus der Reeser Reserve vorerst in den Bezirksliga-Kader auf. Der Veerter Trainer Gunnar Gierschner gibt sich vor dem morgigen Duell kämpferisch: "Das ist ein wichtiges Duell gegen einen Mitkonkurrenten. Wir werden alles versuchen, um den Dreier zu Hause zu halten."

(RP)