Fußball SV Hönnepel steckt mitten im Abstiegskampf

Niederrhein · Während am Mittwochabend alle Begegnungen der Fußball-Oberliga termingerecht angepfiffen wurden, musste die Partie des SV Hönnepel-Niedermörmer gegen den TSV Meerbusch - bis dahin Tabellenführer der Klasse - abgesagt werden. Starke Regenfälle hatten den Nebenplatz, auf dem gespielt werden sollte, unbespielbar gemacht. Hönnepels Trainer Georg Mewes nutzte daher die Gelegenheit, um den nächsten Gegner, Germania Ratingen, unter die Lupe zu nehmen. Der musste sich beim VfB Hilden ein wenig überraschend mit 1:3 geschlagen geben. Dieses Ergebnis, so Mewes, habe allerdings nicht dem Spielverlauf entsprochen. "Ratingen hatte eine Vielzahl von Einschussmöglichkeiten, die aber nicht genutzt werden konnten."

Neuanfang, so lautet das Saisonziel der Germania. 14 Akteure haben den Verein zum Ende der letzten Saison verlassen, 14 neue Spieler mussten nun von Trainer Peter Radojewski integriert werden. Der Saisonauftakt verlief daher auch eher schleppend. Momentan rangiert das Team mit elf Punkten auf Rang neun.

Der SV Hönnepel wäre in seiner Situation hingegen froh, schon elf Zähler auf dem Konto zu haben. Das Schlusslicht steht bislang bei mageren drei Pünktchen. Den morgigen Gegner schätzt Georg Mewes stark ein, obwohl Germania Ratingen zuletzt zwei Niederlagen hinnehmen musste. "Die Mannschaft wird giftig sein und versuchen, uns zu überrennen", sagt der SV-Trainer, der einen sehr offensiv ausgerichteten Gegner erwartet. "Wir müssen in der Defensive gut stehen und unsere Fehlerquote reduzieren. Wenn wir im eigenen Strafraum in Bedrängnis geraten, dürfen wir uns nicht zu schade dafür sein, den Ball einfach auch mal humorlos nach vorne zu schlagen", sagt Mewes. Wichtig sei, dass seine Schützlinge aggressiv auftreten und Stärke in den Zweikämpfen zeigen würden.

Beim Training am Dienstag richtete Georg Mewes aufmunternde Worte an seine Kicker. "Ich hoffe, dass alle begriffen haben, dass wir im Abstiegskampf stecken. Wir müssen nun darauf achten, den Abstand zum rettenden Ufer nicht zu groß werden zu lassen", sagt Mewes. Die Offensivkräfte Andre Trienenjost und Tim Seidel fallen weiter verletzungsbedingt aus.

(RP)