Fußball : SV Haldern fehlt noch die Konstanz

Fußball: Trainer Christian Böing spricht von einer befriedigenden Hinrunde

Christian Böing stellt seiner Mannschaft ein Zwischenzeugnis aus, das der Tabellensituation entspricht. „Wenn ich eine Note vergeben müsste“, sagte der Trainer des SV Haldern, „würde ich sagen, dass die Hinrunde befriedigend verlaufen ist.“ Die Lindendörfler überwintern in der Kreisliga A auf Platz sechs mit 28 Zählern. Der Rückstand auf den zweitplatzierten SV Spellen beträgt aktuell fünf Punkte, wobei die Halderner noch ein Spiel mehr in der Hinterhand haben.

Vom alles dominierenden Tabellenführer DJK TuS Stenern trennen den SV Haldern allerdings Welten: 22 Punkte Rückstand sind es bis zur Tabellenspitze. „Wenn man Stenern mal ausklammert, sind aber die acht, neun Mannschaften dahinter alle auf einem Niveau“, sagt Böing, der das seiner Mannschaft ausgestellte Zwischenzeugnis im Übrigen durchaus ambivalent sieht. „Wir haben in der Hinrunde teilweise sehr gute Leistungen gezeigt. Allerdings hatten wir auch zwei, drei Ausrutscher nach unten.“ Allgemein habe bisher in seiner Premierensaison auf dem Halderner Trainerstuhl auch die Konstanz gefehlt, gerade zu Saisonbeginn.

Für Böing kam dann mit dem 5:0-Derbysieg beim SV Rees so etwas wie ein Wendepunkt. Danach habe sein Team nicht mehr verloren und insgesamt einen stabileren Eindruck hinterlassen. Was allerdings auffällt: Der SV Haldern konnte gegen keines der fünf vor ihm platzierten Teams einen Dreier holen. „Sicherlich hätten wir insgesamt fünf oder sechs Punkte mehr auf dem Konto haben können, aber nach 17 Spieltagen lügt die Tabelle auch nicht“, sagt der ehemalige Torhüter, der die offensive Spielweise seiner Mannschaft lobt. „Es ist absolut positiv, wie viele Torchancen wir uns erspielt haben.

Der 34-jährige Coach legt Wert darauf, dass die Torchancen erspielt wurden und keine Zufallsprodukte waren. Mit 41 Toren bei 23 Gegentreffern ist die Tordifferenz auch nicht schlecht, doch der Halderner Übungsleiter sieht hier für die Rückrunde durchaus noch Verbesserungspotenzial. Denn der finale Pass kommt oft nicht an oder aber die Torraumbesetzung ist nicht optimal, so dass Anspielstationen fehlen, die dann den Abschluss vollziehen könnten. „Wir wollen unseren Fokus auf den letzten Pass und auf ein gutes Positionsspiel legen“, kündigt Böing an, der am kommenden Dienstag mit der Vorbereitung auf die Rückrunde starten wird.

Dies ist aufgrund der Platzverhältnisse im Lindenstadion traditionell ein schwieriges Thema. Von daher sind nur Auswärtstestspiele vereinbart worden, die entweder auf Kunstrasen oder aber auf Asche ausgetragen werden. Hinzu kommen noch Stunden in der Soccerhalle beziehungsweise im Flexxpoint, so dass lediglich sechs Trainingseinheiten überhaupt im Lindenstadion vorgesehen sind. „So sollten wir eigentlich Planungssicherheit haben“, erläutert Böing.

In personeller Hinsicht ist immer noch fraglich, wann Lukas Meurs wieder ins Mannschaftstraining einsteigen kann. Der Leistungsträger plagt sich mit Kniebeschwerden herum. Definitiv kein Spiel mehr in dieser Saison kann Christopher Ostendorf bestreiten, der sich zum zweiten Mal einen Kreuzbandriss zugezogen hat. Linus Meier steht in der Rückrunde für drei Monate nicht zur Verfügung, da er in Australien weilt. Und auch Felix Unger ist einen Monat nicht im Lande. Im vergangenen Sommer war Markus van den Boom aus der Reserve ins A-Liga-Team hochgezogen worden, konnte aber aufgrund einer Schulterverletzung nicht eingesetzt werden. Der Offensivmann ist somit für die Rückrunde so etwas wie ein gefühlter Neuzugang.

Öffentlich will Christian Böing kein Saisonziel nennen. Dies habe er schon im vergangenen Sommer so gehalten. „Wichtig ist, dass wir Sonntag für Sonntag an unsere Leistungsgrenze herankommen“, sagt der Halderner Trainer. „In einer ausgeglichenen Liga macht es das spannend, aber es ist auch schwierig.“

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