Lokalsport: SV Haldern gibt die Rote Laterne ab

Lokalsport : SV Haldern gibt die Rote Laterne ab

Fußball: Die Mannschaft von Neu-Trainer Holger Pistel setzt den Aufwärtstrend fort. Gegen den SC 1912 Buschhausen fahren die Fußballer in der Bezirksliga einen hochverdienten 4:0-Erfolg gegen den direkten Konkurrenten ein.

Der Buschhausener Trainer Werner Wildhagen wollte nach dem Spiel nur noch weg. Der mächtig angefressene Trainer der Gäste setzte sich sofort nach dem Abpfiff in seinen Wagen und brauste zurück ins Ruhrgebiet. Zuvor hatte der Coach eine 0:4-Pleite beim SV Haldern gesehen, bei der die Hausherren in allen Belangen überlegen waren und mit ihrer starken Vorstellung nahtlos an den Auswärtssieg in Vrasselt anknüpften. "Wir haben genau da weitergemacht, wo wir am letzten Sonntag aufgehört haben", hatte Holger Pistel in seinem dritten Spiel als verantwortlicher Coach zum zweiten Mal Grund zur Freude.

Dabei überzeugten die Rot-Weißen nicht nur kämpferisch, sondern auch spielerisch und blieben zudem erstmals in dieser Saison ohne Gegentreffer. Durch den erneuten Dreier übergaben die Lindendörfler die Rote Laterne wieder an den SV Krechting und schoben sich bis auf einen Zähler an den gestrigen Konkurrenten heran.

Symptomatisch für die positive Kehrtwende der Rot-Weißen war die 1:0-Führung in der 22. Minute. Henrik Tenhagen erkämpfte den Ball und seine anschließend genau getimte Flanke erreichte Rechtsverteidiger Roman Mischel, der plötzlich in der Mittelstürmerposition auftauchte. Mit dem schwachen linken Fuß bugsierte er das Leder in die Maschen - vor drei Wochen wäre der Ball wahrscheinlich drei Meter über dem Tor gelandet. "Jetzt haben wir auch wieder das notwendige Quäntchen Glück", freute sich der 32-jährige Routinier, der zuletzt im Dezember 2014 getroffen hatte. Die Hausherren erhöhten dann in der 41. Minute auf 2:0, als Franz Schöttler am langen Pfosten einen Schuss von Christopher Kipp zum 2:0 verwertete. Fast hätte Schöttler in ähnlicher Position in der Nachspielzeit der ersten Hälfte den dritten Treffer nachgelegt, doch er verzog knapp.

Der Gast blieb in der ersten Hälfte bis auf einen Kopfball komplett chancenlos und das änderte sich auch im zweiten Durchgang nicht. Nach gut einer Stunde war es dann soweit, nach seiner zweimonatigen Sperre wurde Matthias Bauhaus eingewechselt. "Ich wollte die erfolgreiche Elf vom letzten Spiel nicht verändern und hatte darüber auch schon während der Woche mit Matthias gesprochen. Er war natürlich richtig heiß wieder zu spielen, hat das aber verstanden und wollte dann halt 110 Prozent geben, wenn er hereinkommt", erklärte Pistel. Und genau das tat der Kapitän dann auch. Nach vier Minuten holte er sich zunächst die Gelbe Karte ab, anschließend war er an den weiteren Treffern beteiligt. Zunächst bediente er Schöttler, der das 3:0 erzielte (78.). Sehenswert war das vierte Tor, als Stefan Hebing durch die Schnittstelle der Abwehr Bauhaus steil schickte und der Kapitän dann erneut quer legte, diesmal war Julian Otten der Vollstrecker (85.). Und fast wäre Bauhaus auch noch selbst ein Treffer gelungen, doch in der 89. Minute scheiterte er am Keeper.

SV Haldern: Hakvoort - Mischel, Unger, Hebing, Tenhagen, Meurs, Meier, Duesing, Schöttler (80. Otten), Zitter (88. Kosel), Kipp (61. Bauhaus).

(RP)
Mehr von RP ONLINE