Niederrhein: SV Haldern führt wieder das Kreisliga-Oberhaus an

Niederrhein : SV Haldern führt wieder das Kreisliga-Oberhaus an

Kreisliga A: Der SV Rees überrascht gegen die TuB Mussum. Fortuna Millingen macht vorzeitig alles klar. Nur der SC Westfalia Anholt patzt erneut.

Der SV Rees ist eine Woche nach dem 0:2 beim SV Ringenberg in die Erfolgsspur zurückgekehrt. Die Mannschaft von Trainer Tim Beenen siegte gegen den Aufstiegsaspiranten TuB Mussum überraschend deutlich mit 5:1 (2:0).

Marcel Schlösser brachte die Hausherren nach 25 Minuten in Front, quasi mit dem Pausenpfiff erhöhte Ali El-Abbas dann auf 2:0 (45.). Nach dem Seitenwechsel sorgten erneut El-Abbas, Meriton Arifi und Schlösser mit seinem zweiten Tor (51./70./80.) für die Entscheidung. Der Anschlusstreffer von Daniel Giesbers in der 85. Minute war dann nur noch Ergebniskosmetik. „Ich bin mit der Leistung absolut zufrieden. Nachdem wir uns in Ringenberg nicht so gut verkauft haben, hatte meine Mannschaft was gut zu machen. Wir haben von Beginn an gut im Kollektiv gearbeitet und unsere beste Saisonleistung gezeigt“, war Beenen stolz auf sein Team.

Nur eine Woche nach dem Verlust der Tabellenführung ist der SV Haldern wieder an die Spitze der Kreisliga A gesprungen. Aufgrund des zeitgleichen 2:2 des SV Spellen gegen die DJK Barlo und dem 3:0 (1:0)-Erfolg gegen das Ligaschlusslicht aus Berg konnten die Mannen von Trainer Christian Böing wieder an den Spellenern vorbeiziehen. Allerdings tat sich der SV Haldern gegen die punktlosen Berger lange Zeit schwer. Zwar konnte Matthias Bauhaus seine Farben nach 14 Minuten in Führung bringen, doch danach hakte es im Spiel der Rot-Weißen.Erst das 2:0 durch Zacchaeus Jastin sorgte für etwas Ruhe bei den Gastgebern. Nach feinem Solo von Yannick Duesing traf dieser nur den Pfosten, doch den Abstauber konnte Jastin verwerten (58.). Lukas Zitter machte mit einem Distanzschuss dann alles klar (78.). Trotz des Sieges war der Halderner Linienchef nicht ganz zufrieden: „Mit dem Ergebnis bin ich einverstanden, da wir drei weitere Punkte auf dem Konto haben. Mit der Leistung meiner Mannschaft bin ich nicht ganz zufrieden, da wir viele Passfehler drin hatten und auch das Positionsspiel nicht gut war.“

Bei GW Vardingholt fuhr Fortuna Millingen einen glatten 4:1 (4:0)-Erfolg ein. Bereits zur Halbzeit war die Partie beim Vorletzten entschieden. Die Gäste führten beim Pausenpfiff bereits mit 4:0. Ein Doppelschlag durch Oliver Hesseling und Dario Gerling sorgte früh in der Partie für eindeutige Verhältnisse (8./9.), ehe erneut Hesseling und Jan Schöttler kurz vor dem Seitenwechsel den Deckel endgültig draufmachen konnten (41./43.).

„Wir sind gut reingekommen und haben das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten. Wir haben Vardingholt gut unter Druck gesetzt und zu Fehlern gezwungen. Wenn wir unsere Chancen besser nutzen, können wir sogar höher führen“, erklärte Rolf Sent, Trainer von Fortuna Millingen. Nach der Pause ließ die Sent-Elf die Zügel ein wenig schleifen, was sich auch direkt rächen sollte, als Kay Bißlich den 1:4-Anschlusstreffer erzielte. Doch mehr sollten die Millinger nicht mehr zulassen.

Die zweite Niederlage in Folge kassierte der SC Westfalia Anholt beim starken Aufsteiger SV Ringenberg, der durch den 2:0 (0:0)-Sieg in der Tabelle an der Mannschaft von Trainer Thomas Driever vorbeizog. Nach einer torlosen ersten Halbzeit brachte Philipp Arnold die Hausherren in Führung (53.). Zuvor war Anholts Verteidiger Manuel Bollwerk weggerutscht, so dass der Ringenberger Mittelfeldspieler keine Probleme im Eins-gegen-Eins gegen Westfalia-Torhüter Marius Hakvoort hatte. Javier Lopez Gamez machte dann nach einem Konter den Sack für die Ringenberger zu (90.).

„Wir sind in den ersten 30 Minuten gut ins Spiel gekommen, konnten aber keine wirklichen Tormöglichkeiten herausspielen. Von da an haben wir Ringenberg immer mehr zum Zuge kommen lassen“, erklärte Driever: „Die zweite Hälfte war unterirdisch schlecht. Man muss ganz klar sagen, dass wir derzeit den ersten Tiefpunkt der Saison erreicht haben und wir schweren Zeiten entgegengehen. Wir müssen unbedingt wieder alle Tugenden rausholen und nicht nur das Fußballerische. Denn es passt momentan gar nichts.“