Lokalsport: Sturmduo bleibt bei Westfalia Anholt

Lokalsport : Sturmduo bleibt bei Westfalia Anholt

Fußball: Ali El-Abbas und Tugay Haberci werden auch in der kommenden Spielzeit für den A-Ligisten auf Torejagd gehen. Zudem hat mittlerweile fast der gesamte Kader des Tabellenneunten für die nächste Saison zugesagt.

Für großes Unverständnis sorgte am Donnerstag beim Fußball-A-Ligisten SC Westfalia Anholt, dass Bezirksligist TuB Bocholt Ali El-Abbas und Tugay Haberci als Neuzugänge für die kommende Saison vermeldet hatte. "Es ist sicherlich richtig, dass die beiden Spieler mit TuB gesprochen haben. Das ist uns auch bekannt gewesen. Eine Zusage an die Bocholter hat es aber nie gegeben", widersprach gestern Karsten Schmeink, zweiter Vorsitzender der Westfalia, dass die Akteure den A-Ligisten verlassen werden. Das Gegenteil sei inzwischen der Fall.

So haben die Angreifer den Anholter Verantwortlichen in dieser Woche die definitive Zusage gegeben, auch in der nächsten Saison am Pannebecker zu spielen. Sie haben versichert, dass dies in Stein gemeißelt sei, so Schmeink. "Wir sind natürlich sehr glücklich darüber, zwei so wichtige Spieler als fixe Eckpfeiler zu behalten."

Neben den beiden Offensivkräften habe mittlerweile auch schon fast der gesamte Kader zugesagt, über den Sommer hinaus in Anholt zu bleiben.

Die Offensive sollte mit El-Abbas (29) und Haberci (20) somit auch in der kommenden Saison das Prunkstück der Mannschaft sein. In der Hinrunde der aktuellen Spielzeit erzielten die Anholter 49 Tore in 16 Spielen - Bestwert in der Liga, gemeinsam mit dem Tabellenzweiten DJK SF 97/30 Lowick. Dabei kam Matthias Teronde, der torgefährlichste Angreifer der vergangenen Jahre am Pannebecker, nicht einmal zum Einsatz. Teronde wird in der Rückrunde für den SV Werth stürmen.

  • Lokalsport : Haberci und El-Abbas fehlen dem SC Westfalia Anholt
  • Lokalsport : Tugay Haberci wird Westfalia Anholt lange fehlen
  • Lokalsport : Gebrauchter Sonntag für Westfalia Anholt

Tugay Haberci und Jesse Pastoors kommen als bislang erfolgreichste Schützen jeweils auf zwölf Saisontore. Dass die Schwarz-Weißen trotz der zahlreichen Treffer jedoch nicht besser dastehen als Rang neun, haben die 34 Gegentore verhindert.

"Natürlich wollen wir künftig in der Defensive besser stehen. Wir arbeiten auch daran. Allerdings liegen unsere Stärken nun mal eindeutig in der Offensive. Wenn wir ein Tor mehr als der Gegner erzielen, kann ich damit durchaus leben, zumal das für die Zuschauer auch attraktiver ist", sagt Westfalia-Coach Thomas Driever, der mit der bisherigen Ausbeute allerdings nicht ganz zufrieden ist. "Wir stehen immer noch recht gut da, jedoch hätten es schon einige Zähler mehr sein müssen. Wir haben einige Punkte unnötig liegengelassen. Daher müssen wir auf jeden Fall konstanter werden."

Das Ziel der Mannschaft ist, in der Rückrunde vielleicht noch zwei oder drei Plätze zu klettern, so Driever. Als erstes Pflichtspiel des neuen Jahres steht am Sonntag, 4. Februar, um 15 Uhr die Nachholpartie gegen den SV Rees auf dem Spielplan.

Ansonsten hat der Übungsleiter alle Vorbereitungsspiele in den kommenden Wochen auf Kunstrasenplätzen vereinbart. So auch am kommenden Sonntag, wenn die Anholter um 13 Uhr in einem ersten Härtetest auf den Bezirksligisten SV 08/29 Friedrichsfeld treffen. Ausgetragen wird das Spiel auf der Anlage in Biemenhorst.

Das Konditionstraining läuft bereits gut. "Wir gehen in der Vorbereitung auch regelmäßig ins Fitnessstudio und in die Soccerhalle, so dass wir nicht unbedingt auf unsere Plätze angewiesen sind, die derzeit ja auch gesperrt sind", sagt der Trainer.

(RP)
Mehr von RP ONLINE