Frauenfußball: Sprenger bleibt Trainer der Damen

Frauenfußball : Sprenger bleibt Trainer der Damen

Frauenfußball: Bezirksliga-Primus aus Haldern sieht sich nicht als Titel-Favorit. Zwei Winter-Neuzugänge. Eine zweite Torhüterin wird noch gesucht.

Sportlich läuft es absolut rund, auch menschlich passt es. So fiel die Entscheidung beiden Parteien leicht, dass Markus Sprenger auch in der kommenden Saison die Fußballerinnen des SV Haldern trainieren wird. „Es macht mir sehr viel Spaß, mit der Mannschaft zu arbeiten“, so der 32-Jährige. „Alle Spielerinnen haben schon ihre Zusage für die kommende Spielzeit gegeben. Die Mädels haben jetzt schon eine gute sportliche Entwicklung gemacht, doch wir wollen uns weiter verbessern. Und daran möchte ich arbeiten.“

Ins Jahr 2020 verbuchten die SVH-Damen bereits einen optimalen Start. Das Sprenger-Team sicherte sich den Stadtmeistertitel bei den Reeser Hallenmeisterschaften. Durch Siege gegen die FSG Haldern/Millingen (7:0) und den Landesligisten SV Rees (2:0) holten die Rot-Weißen erstmals seit 2012 den Titel wieder ins Lindendorf. „Es war schön zu sehen, dass wir das, was wir im Training einstudiert haben, in der Halle umsetzen konnten“, lobte der Coach.

Und auch in der Liga läuft es für die Sprenger-Elf bekanntlich hervorragend. Der Landesliga-Absteiger führt die Tabelle mit vier Punkten Vorsprung vor Rhenania Bottrop an und stellt mit gerade einmal zwei Gegentreffern die beste Abwehrreihe der Bezirksliga.

Die kickende Co-Trainerin Desiree Janßen und die SVH-Damen führen die Bezirksliga an. Foto: TL

„Es wäre unglaubwürdig, wenn ich mit der Vorrunde nicht zufrieden wäre. Wir sind ungeschlagener Tabellenführer und haben sechs Zähler gegen die direkte Konkurrenz geholt. Zudem sind die Mädels mit Leidenschaft, Ehrgeiz und Spaß dabei, was die Trainingsarbeit natürlich erleichtert“, so Sprenger.

Dennoch hat der Halderner Übungsleiter noch ein paar Sachen zu bemängeln: „Wir müssen das, was wir im Training lernen, sonntags auch mal auf den Platz bringen. Das gelingt uns einfach noch zu selten. Zudem fehlt uns ab und an auch die Leichtigkeit.“

Aber Sprenger nimmt seine Mannschaft auch in Schutz: „Das ganze Fußballjahr mit dem Abstieg aus der Landesliga, der intensiven Vorbereitung und den Trainingseinheiten war für die Mädels anstrengend – nicht nur für den Körper, sondern auch für den Kopf.“

Und obwohl die Haldernerinnen mit vier Zählern Vorsprung die Tabelle anführen, sieht der Linienchef der Lindendörflerinnen seine junge Mannschaft auch weiterhin nicht in der Favoritenrolle.

„Es wird sich irgendwann herauskristallisieren, dass Rhenania Bottrop es machen wird. Sie hatten in der Vorrunde das Pech, dass ihre beiden Stürmerinnen, die beide schon höherklassig gespielt haben, ausgefallen sind“, meint Sprenger, obwohl dessen Elf das Duell gegen den Verfolger aus Bottrop Anfang Dezember mit 2:1 gewonnen hatte. Der Trainer ergänzt: „Wir wollen so lange wie möglich oben dabei bleiben.“

Um dies zu schaffen, haben sich die Rot-Weißen nochmals verstärkt. Mittelfeldspielerin Pauline Hakvoort kommt vom Landesligsten Borussia Bocholt II und Angreiferin Alina Bonnes stößt vom Kreisligisten DJK SF 97/30 Lowick hinzu. „Beide sind fußballerisch gut ausgebildet und stellen für uns eine Verstärkung dar“, erklärt Sprenger, der zudem noch auf der Suche nach einer zweiten Torhüterin ist.

Neben den Erfolgen bei den Stadtmeisterschaften und in der Bezirksliga, stehen die Haldernerinnen auch noch im Kreispokal-Halbfinale, wo es am 21. Februar zum Ligakonkurrenten SV Spellen geht. „Auch dort haben wir uns schon schwer getan“, erinnert sich Markus Sprenger an das torlose Remis bei dem starken Aufsteiger, „doch hier zählt nur das Weiterkommen, denn wir möchten so lange wie möglich im Wettbewerb bleiben.“