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Handball: Samplonius und Zey holen Bronze bei der DM

Handball : Samplonius und Zey holen Bronze bei der DM

Nachwuchs-Handballerinnen erreichen mit der B-Jugend des TV Aldekerk bei der Deutschen Meisterschaft in eigener Halle Rang drei.

Die Vogteihalle am Slousenweg in Nieukerk erlebte ein fulminantes Handball-Wochenende. Zum ersten Mal in der mehr als 100-jährigen Geschichte des dort beheimateten TV Aldekerk wurde von den Grün-Weißen das Finalturnier einer Deutschen Meisterschaft veranstaltet. Mit der SG BBM Bietigheim (Baden-Württemberg), Borussia Dortmund, HC Leipzig und dem TV Aldekerk hatten sich vier Mannschaften für das Final Four qualifiziert.

Über die Halbfinal-Spiele am ersten Tag ging es in die Finalrunde, in der sich Borussia Dortmund mit einem souverän herausgespielten 23:16 (11:9)-Sieg über die SG BBM Bietigheim den Titel sicherte. Das Spiel um Platz drei gewann der TV Aldekerk, bei dem Jule Samplonius aus Bienen und Christina Zey aus Millingen mitwirkten, mit 20:16 (11:8) gegen den HC Leipzig.

Jule Samplonius musste kräftig einstecken. Die Unterarme der 17-Jährigen waren zerkratzt, das Jochbein blau. Doch die Blessuren lohnten sich. "Das war eine richtig tolle Saison", freuten sich die beiden 17-Jährigen über die Bronzemedaille. In der kommenden Spielzeit werden die Talente in der weiblichen A-Jugend des TV Aldekerk auflaufen. Samplonius, die derzeit das Berufskolleg in Wesel besucht, wird zudem in der ersten Frauen-Mannschaft des TVA in der Dritten Liga zum Einsatz kommen. Christina Zey, Oberstufenschülerin des Reeser Gymnasiums Aspel, soll das zweite Aldekerker Team in der Oberliga verstärken.

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Bietigheims Trainer Cornelius Väth hatte es nach der ersten Partie des Wochenendes gegen die Aldekerker Mädchen von Trainer Rene Baude auf den Punkt gebracht. "Es hat einfach Spaß gemacht, hier zu spielen, ein tolles Event." Rund 100 Helfer hatten im Vorfeld und während der Spiele für einen reibungslosen Ablauf gesorgt. Gut und gerne 1000 Zuschauer in der Vogteihalle gaben den zwei Turniertagen einen stimmungsvollen Rahmen.

Die Aldekerker Fans mit ihren grünen und weißen Fahnen, Trommeln und Hupen, standen wie eine Wand hinter ihrem Team und versuchten ihrer Mannschaft den nötigen Rückenwind für den Final-Einzug zu verschaffen. Doch alle Unterstützung konnte nicht verhindern, dass die Aldekerkerinnen den Gästen aus Baden-Württemberg den Vortritt lassen mussten "Wir konnten einfach nicht abrufen, was wir können", sagte ATV-Coach René Baude.

Im zweiten Samstagsspiel untermauerte die Dortmunder Mannschaft ihre Titelambitionen. Sie ließ angeführt von der überragenden Spielmacherin Hannah Kriese dem HC Leipzig beim 27:18 (12:5)-Erfolg keine Chance.

De TV Aldekerk erwischte im Spiel um Platz drei gegen den HC Leipzig einen guten Start und ging mit 6:0 in Führung. Doch der Gegner glich kurz nach der Pause aus. Die Aldekerkerinnen boten dem Kontrahenten einen großartigen Kampf. Die Vogteihalle erlebte den ersten Stimmungshöhepunkt, als Jule Samplonius zum 20:16-Endstand traf und den Schlusspunkt unter eine geschlossen starke Mannschaftsleistung der Gastgeberinnen setzte. "Mit dem dritten Platz hat die Mannschaft sich für eine tolle Saison belohnt", sagte Co-Trainerin Elin Kouker.

Im Finale schenkten sich Bietigheim und Borussia in der Anfangsphase nichts. Nach dem 7:7 war die Gegenwehr der Württembergerinnen jedoch gebrochen. Sie hatten der Offensivkraft der BVB-Mannschaft von Tobias Fenske nichts mehr entgegenzusetzen. Über 17:10 und 20:12 spielte der BVB sich dem Titel entgegen und wurde verdient Deutscher B-Jugendmeister. Dem ATV blieb ein hervorragender dritter Platz und das Lob des Deutschen Handball-Bundes, für eine rundum gelungene Veranstaltung gesorgt zu haben.

ATV-Kader im Halbfinale gegen Bietigheim: Müller, Roeskes - Molderings (4), Weisz (4/1), Samplonius (4/1), Zey (3), Veermann (2), Wolff, Willemsen, Laura Nebel, N'Dah, Lina Nebel, Tillmann. ATV-Kader im Spiel um Platz drei gegen Leipzig: Müller, Röskes - Samplonius (5), Veermann (4), Zey (3), Molderings (2), Wolff (2), Lina Nebel (2), Weisz (2/2), Laura Nebel, N'Dah, Tillmann.

(cab/misch)