Fußball : Torwart wird als Feldspieler eingewechselt

Fußball-Bezirksliga: SF Broekhuysen - RSV Praest 6:0. Die Gäste mit dem letzten Aufgebot. Ron Janssen sieht spät die Ampelkarte.

Einen Nachmittag zum Vergessen erlebte der RSV Praest in der Bezirksliga. Im Auswärtsspiel bei den Sportfreunden Broekhuysen kassierten die Gelb-Schwarzen ein halbes Dutzend Gegentor. An der 0:6 (0:2)-Niederlage gab es dann auch nichts zu deuteln. „Broekhuysen war klar die bessere Mannschaft“, redete RSV-Coach Roland Kock nicht lange um den heißen Brei herum. „Die stehen auch nicht zu Unrecht da oben auf Platz drei.“

Allerdings traten die Praester auch ein wenig mit stumpfen Waffen an. Zu der eh schon großen Zahl an Ausfällen gesellten sich weitere kurzfristige Absagen, so dass Kock unter anderem auf Lars Verbücheln aus der Reserve und den A-Jugendlichen Joel Ising zurückgreifen musste. Exemplarisch für die personelle Lage der Praester war aber die 83. Minute. Denn da wurde der etatmäßige Keeper Dennis Döring eingewechselt – wohlgemerkt als Feldspieler. Ärgerlich aus Sicht der Gäste war die erste Hälfte. Denn beide Gegentreffer in Durchgang eins fielen nach individuellen Aussetzern von RSV-Akteuren (25./34.). Kurz vor der Pause fingen sich die Praester aber. Tobias Reichelt hatte eine durchaus erwähnenswerte Gelegenheit, aber er schoss den gegnerischen Keeper an.

Nach dem Seitenwechsel verpasste ein Kopfball von Kevin Doos knapp das Ziel. „Da hätten wir auch den Anschlusstreffer erzielen können, aber leider kassieren wir danach einen Doppelschlag und das Spiel war endgültig gelaufen“, resümierte Kock.

So gab es in Minute 60 Strafstoß für die Hausherren, den sie auch verwandelten. Einen Schuss klatschte RSV-Schlussmann Daniel Vollmer nach vorne ab, als er nachgriff, soll er einen Gegner zu Fall gebracht haben. Vollmer jedenfalls beteuerte seine Unschuld, doch Schiedsrichterin Lana Nuth zeigte auf den ominösen Punkt.

Mit drei weiteren Toren (64./79./82.) stellten die Gastgeber den Erfolg sicher. „So etwas muss man mal anerkennen, wichtig ist nur, wie wir damit umgehen“, meinte Kock, der sich aber noch über einen Pfiff in der 88. Minute ärgerte. Denn nach wiederholtem Foulspiel sah Ron Janssen noch sehr spät in der längst entschiedenen Partie Gelb-Rot. „Das war absolut unnötig. Also nicht von Ron, sondern da die zweite Gelbe Karte zu zücken.“

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