Praest: RSV Praest überzeugt im Verfolgerduell

Praest : RSV Praest überzeugt im Verfolgerduell

Bezirksliga: Die stark aufspielende Elf von Trainer Roland Kock setzt sich beim SV Biemenhorst glatt mit 3:0 durch. Allerdings gibt es auch einen Wermutstropfen: Kapitän Juri Wolff muss mit einer Knieverletzung ins Krankenhaus.

Michael Kühn lief nach dem Abpfiff sofort auf den Platz, beglückwünschte alle seine Spieler. „Das war richtig gut“, freute sich der Vorsitzende des RSV Praest mehrmals. In der Tat boten die Schwarz-Gelben beim SV Biemenhorst eine ganz starke Vorstellung und setzten sich im Bezirksliga-Verfolgerduell vollkommen verdient mit 3:0 (2:0) durch.

Allerdings gab es auch einen Wermutstropfen. Juri Wolff verdrehte sich zu Beginn der zweiten Hälfte das Knie und musste anschließend schwer verletzt vom Krankenwagen abgeholt werden. Der Kapitän war an der Torauslinie ohne direkte Einwirkung eines Gegenspielers unglücklich aufgekommen.

Das Match begann für den RSV optimal auf dem Kunstrasenplatz. In der vierten Minute erlief sich Rene Groes einen zu kurzen Rückpass eines Biemenhorster Abwehrspielers, umkurvte anschließend den Torwart und versenkte aus schon recht spitzem Winkel souverän zum 1:0. Sechs Minuten später erkämpfte sich der agile Mittelstürmer erneut im Mittelfeld den Ball und lief wieder auf den gegnerischen Keeper zu, der diesmal allerdings Sieger blieb.

Doch die daraus resultierende Ecke nutzten die Praester, als die Bocholter im Strafraum nicht klären konnten und Marius Storm das Leder aus zehn Metern zum 2:0 unter die Latte drosch (11.). Die von Jürgen Stratmann trainierten Hausherren wirkten von diesen beiden Wirkungstreffern wie gelähmt und kamen überhaupt nicht ins Spiel – auch weil die Praester Viererkette im Verbund mit Nils Rütjes und Marvin Müller auf der Sechser-Position hervorragend stand.

Und in der Offensive sorgten immer wieder die Sprints von Marius Storm für Gefahr. Nach einem schönen Solo war der Schuss des schnellen Praester Angreifers aber zu zentral (21.). Und kurz vor der Pause parierte der Biemenhorster Keeper nach einem Eckball einen Kopfball von Storm.

In der 55. Minute kam dann nach der schweren Verletzung von Juri Wolff Erdal Dag ins Spiel, der zunächst wegen Rückenbeschwerden draußen geblieben war. Der RSV-Abwehrverbund blieb aber auch mit dieser Umstellung stabil und die sonst so starke Offensive der Hausherren kam weiterhin überhaupt nicht zur Entfaltung.

Nach einer guten Stunde fiel dann die endgültige Entscheidung. Eine gelungene Kombination über Marius Storm und Rene Groes landete bei Danny Stein, der im Strafraum gefoult wurde. Der Schiedsrichter zeigte auf den Punkt und Marvin Müller verwandelte den Strafstoß sicher zum 3:0.

Die restliche halbe Stunde spielten die Gäste dann ohne Probleme herunter und fuhren sicher den Dreier ein, mit dem sich die nach wie vor auf Platz fünf liegenden Praester dem Konkurrenten (3.) bis auf zwei Zähler näherten.

„Das war eine tolle Mannschaftsleistung“, zeigte sich RSV-Keeper Dennis Döring, der überhaupt nicht ernsthaft geprüft wurde, mit der konzentrierten Vorstellung seiner Vorderleute sehr zufrieden. „Wir haben gut gestanden und die Chancen, die wir zuletzt ausgelassen haben, diesmal zu den richtigen Zeitpunkten gemacht“, fiel auch das Fazit des Praester Trainers Roland Kock positiv aus.

RSV Praest: Döring - Wolff (55. Dag), Janssen, Örge (88. D. Zwiekhorst), Schulz, Rütjes, Müller, D. Stein (89. Gottschling), C. Stein, Storm, Groes.

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