Fußball: RSV Praest mit Nehmerqualitäten

Fußball : RSV Praest mit Nehmerqualitäten

Bezirksliga: Obwohl die Praester Mannschaft mit Angreifer Rene Groes und Schlussmann Dennis Döring zwei Spieler nach Platzverweisen verliert, reicht es zu einem knappen 4:3-Heimerfolg gegen den SuS Dinslaken.

Während es andernorts am ersten Advent besinnlich und ruhig zuging, bot die Bezirksliga-Partie zwischen dem RSV Praest und SuS 09 Dinslaken ein unterhaltsames Kontrastprogramm. Vier Platzverweise und sieben Tore sorgten beim 4:3-Erfolg der Kock-Elf für einen spannenden und emotionalen Nachmittag.

Der RSV benötigte rund zehn Minuten, kam dann aber nach einem schönen Solo von Marius Storm zu seiner ersten Torchance. Es entwickelte sich nun ein Spiel auf Augenhöhe mit viel Tempo. Ein schneller Konter brachte dann die Gästeführung. Nach einem Praester Freistoß gelangte der Befreiungsschlag zu Marcel Ehrhardt, der unbedrängt über das halbe Feld marschierte und das 1:0 erzielte. Die Hausherren reagierten mit wütenden Angriffen und nur zwei Minuten später gelang Danny Stein der Ausgleich.

In einer munteren Partie erzielte Mike Wezendonk nach rund einer halben Stunde aus stark abseitsverdächtiger Position die 2:1-Führung. Die Dinslakener Ersatzbank echauffierte sich derart heftig, dass Schiedsrichter Frank Breil Torwarttrainer Dennis Strewginski die rote Karte zeigte. Kurz darauf dann der erste richtige Platzverweis. Nachdem Groes sich den Ball zu weit vorgelegt hatte, traf er seinen Gegenspieler in vollem Lauf. Der Schiedsrichter wertete die Aktion als Nachtreten und zückte die rote Karte.

In Unterzahl konnte der RSV die Führung aber noch vor der Pause ausbauen. Super eingeleitet durch Marvin Müller kam der Ball zu Danny Stein, der das 3:1 markierte. Beim 4:1 gab es freundliche Unterstützung durch den Gästetorhüter. Nach einer Ecke kam der Ball zu Marvin Müller, der aus 18 Metern abzog, und der harmlose Ball flutschte dem Schlussmann durch die Handschuhe.

Anschließend schien der Drops gelutscht, ein Elfmeter (73.) und ein Fehler von Dennis Döring, der einen Schuss nicht festhielt, brachten den Tabellenfünfzehnten aber noch mal ran. „Dinslaken war von Anfang an engagiert und hat sich auch nicht aufgegeben, aber da haben wir sie wieder stark gemacht“, musste Kock zwei vermeidbare Gegentore hinnehmen.

Richtig hektisch wurde es zehn Minuten vor Ende, als Döring nach einer Ecke unterlaufen wurde und zu Boden ging. Liegend traf der Praester Schlussmann seinen Gegner mit dem Fuß im Gesicht, was der Schiedsrichter als Tätlichkeit wertete und erneut die rote Karte zeigte. Ersatzkeeper Daniel Vollmer kam nun in die Partie und war mit einer guten Parade in der Nachspielzeit zur Stelle. In doppelter Unterzahl zitterten sich die Praester zum Sieg.

„Mit zehn Mann haben wir das gut gemacht. Wir machen das 4:1, müssen vielleicht sogar noch eins nachlegen und am Ende bibberst du mit neun Mann das Ding hier runter“, war Roland Kock froh, das es am Ende für drei Punkte gereicht hat.

RSV Praest: Döring - Müller, Schulz, Groes, Storm (82. Dag), Wezendonk (90. Wolters), D. Stein (82. Vollmer), Dogu, Rütjes, Janssen, C. Stein.