RSV Praest: Kock setzt ein Zeichen im Abstiegskampf

RSV Praest: Kock setzt ein Zeichen im Abstiegskampf

Der Trainer verlängert seinen Vertrag beim Fußball-Bezirksligisten. Seine Arbeit wurde im Verein trotz einer vollkommen verkorksten Hinrunde ohnehin nicht infrage gestellt.

Bei anderen Vereinen, die auf einem Abstiegsplatz überwintern, wird möglicherweise der Trainer infrage gestellt. Beim RSV Praest sieht die Welt anders aus. Der Fußball-Bezirksligist gab jetzt bekannt, dass Roland Kock seinen Vertrag verlängert hat. Der 47-Jährige wird dann beim RSV, den er zwischenzeitlich von der Kreisliga B bis in die Landesliga geführt hatte, in seine zwölfte Saison gehen. "Wir wissen, was wir an Roland haben", sagt denn auch RSV-Vorsitzender Michael Kühn, der seinem Coach schon vor rund fünf Wochen signalisiert hat, dass er sich eine weitere Zusammenarbeit wünscht.

Nach der Anfrage fühlte Kock dann auch bei den Spielern vor. "Ich habe eine enorm positive Resonanz erhalten", sagt der Übungsleiter. Denn fast alle Kicker seines Kaders haben bereits jetzt auch ihre Zusage für die kommende Saison gegeben. Die Fortführung seiner Trainertätigkeit, die auch für die Kreisliga A gelten würde, sieht Roland Kock auch als Zeichen an seine Spieler.

Den Verantwortlichen rund um den Offenberg ist selbstverständlich bewusst, in welch prekärer Lage sich der Verein momentan befindet. "Wir brauchen einfach mal ein paar Siege am Block, um eine hoffentlich erfolgreichere Rückrunde zu spielen", sagt Michael Kühn.

Roland Kock stellt sein Team, das in der vergangenen Saison bis zum letzten Spieltag noch auf den Titelgewinn hoffen durfte, schon auf harte Arbeit ein. Die zuletzt sechs Niederlagen in Serie und der damit erfolgte Absturz auf den vorletzten Tabellenplatz haben Spuren hinterlassen. "Wir stehen einfach zu wackelig", lautet eine Analyse von Kock zur vollkommen verkorksten Hinrunde.

In der Tat beschleicht Beobachtern bei den Auftritten des RSV Praest in der Bezirksliga immer wieder das Gefühl, dass der Gegner auch aus dem Nichts treffen könne. Ein kompakteres Auftreten "von der Sturmspitze bis zum Torwart", wie Kock sagt, soll in diesem Bereich das Problem lösen.

Eine weitere Ursache für die bislang enttäuschend verlaufene Saison des Teams sind die individuellen Formkrisen einiger Leistungsträger. So konnten etwa Patrick Gottschling, Dennis Thyssen, Michal Szczepinski oder Juri Wolff nur ganz selten ihr zweifelsohne vorhandenes Potenzial abrufen. Außerdem hat der Weggang der Routiniers Benedikt Derksen und Sebastian Kaul die Mannschaft geschwächt. Erhebliche Luft nach oben besteht zudem bei den Torhütern. Markus Jansen und Sascha Zwiekhorst haben sich in der Hinserie den einen oder anderen Patzer erlaubt.

Erschwerend kommt hinzu, dass die Bezirksliga wesentlich ausgeglichener ist als in der Spielzeit zuvor. "Ab Platz sechs abwärts müssen alle Teams nach unten schauen. Wenn ich sehe, dass am letzten Spieltag der Hinrunde der Tabellenletzte Viktoria Winnekendonk den Vierten SV Vrasselt mit 4:0 schlägt, dann sagt das alles über die Liga aus", sagt Kock. Er kann übrigens auch in der kommenden Saison auf seinen Trainerstab bauen. Ulf Zwiekhorst wird weiter die Torhüter betreuen. Co-Trainer Ralf Knist sagte ebenfalls zu. "Er ist ein ganz akribischer Arbeiter", lobt Kock den Eltener, der dann in seine zweite Saison beim RSV Praest gehen wird.

(RP)