Lokalsport: RSV Praest kassiert ein 0:1 mit fadem Beigeschmack

Lokalsport : RSV Praest kassiert ein 0:1 mit fadem Beigeschmack

Fußball: Bezirksligist verliert beim SC 1920 Oberhausen. RSV-Trainer Kock: "Was wir da erlebt haben, war unterste Sohle."

Roland Kock hat in seinem Leben als Spieler und Trainer schon so manches erlebt. Doch in der nach unten offenen Negativskala ist gestern ein neuer Tiefpunkt hinzugekommen. "Was wir dort erlebt haben, war unterste Sohle", echauffierte sich der Coach des RSV Praest nach dem Spiel beim SC 1920 Oberhausen. Und damit meinte er nicht das sportliche Abschneiden, obwohl sein Team mit 0:1 (0:0) den Kürzeren zog.

"Wir sind von außen, aber auch von den Gegenspielern permanent in unflätigster Weise beleidigt worden, zudem wurden immer wieder obszöne Gesten gegen die Bank und die Spieler gezeigt." Bezeichnend: In der zweiten Hälfte unterbrach der Schiedsrichter das Spiel und forderte Ordner an, die gemäßigt auf die Oberhausener Zuschauer einwirken sollten, die sich besonders verbal daneben benahmen.

Nach Spielschluss richtete Kock seinen Fokus aber vor allem auf seine Mannschaft. "Kompliment", sagte der Praester Trainer. "Wie wir da aufgetreten sind, war allererste Klasse." Natürlich haderten die Gäste aber vor allem damit, dass sie ohne Punkte die Heimreise an den Niederrhein antreten mussten. Dass dem so war, hatte dann auch noch einen faden Beigeschmack. In der 76. Minute verwandelte David Möllmann einen Elfmeter, den es laut Kock nie hätte geben dürfen. "Der Schiedsrichter hat ganz hervorragend gepfiffen, aber in der Situation lag er leider daneben", lobte der Praester Übungsleiter trotzdem den Unparteiischen Ömer Celik.

Zum Zeitpunkt des Gegentores waren die Praester bereits 24 Minuten in Unterzahl. Eine weitere Szene, die in der Konsequenz eindeutig, in der Entstehung aber strittig war. Mittelfeldspieler Michal Szczepinski sah die Rote Karte wegen Beleidigung seines Gegenspielers. Vorausgegangen war allerdings ein Schlag gegen die Brust des polnischen Routiniers, der daraufhin auf dem Aschenplatz zu Boden gegangen war.

Trotz Unterzahl und Rückstand versuchten die Gäste am Ende nochmal alles, was auch die drei offensiven Wechsel belegten. Der Ausgleich sollte dann aber nicht mehr herausspringen.

Morgen müssen die Praester Kicker erneut ran. Dann steht das Nachholspiel beim SV Friedrichsfeld an.

RSV Praest: Vollmer - Elders (85. Heiliger), Szczepinski, Janssen, Schulz, Wolf, Wolters (78. Doos), Wilde, Jesche, Stein (80. Dienberg), Thyssen.

(tt)
Mehr von RP ONLINE