Lokalsport: RSV Praest gewinnt ein hitziges Spiel

Lokalsport : RSV Praest gewinnt ein hitziges Spiel

Fußball-Bezirksliga: Der RSV behauptet sich in einer turbulenten Partie gegen Fichte Lintfort. Nach zwei Toren von Dennis Thyssen trifft Jan Gasse per Strafstoß zum 3:2-Endstand. Für die Hausherren ist es der zweite Saisonerfolg.

Ein im wahrsten Sinne des Wortes hitziges Bezirksliga-Spiel lieferten sich der RSV Praest und der Gast Fichte Lintfort - mit dem besseren Ende für die Gastgeber, die nach den 90 Minuten ein 3:2 einfuhren. Wie schon in der Vorwoche erzielte Jan Gasse den Siegtreffer, diesmal per Strafstoß in der 65. Minute.

Bei sommerlichen Temperaturen drückten beide Teams über 90 Minuten ordentlich aufs Tempo. Die Gäste forderten in der achten Minute Strafstoß, als Ron Janssen Ball und Gegner traf, der Referee jedoch auf Ecke entschied. Zwei Minuten später mussten die Praester aber den Rückstand hinnehmen, Cengiz traf aus 20 Metern zum 0:1. "Die ersten zehn Minuten waren eine Katastrophe, der Rückstand verdient", bemängelte Kock, der dann allerdings positiv feststellen konnte, dass sich seine Elf in der Folge deutlich steigerte.

Jubeln durften die Hausherren, als Dennis Thyssen zum 1:1 traf (14.). Nach 22 Minuten parierte dann der Fichte-Keeper einen Schuss von Patrick Gottschling aus zehn Metern glänzend. Die Gäste erlaubten sich immer wieder Fehlpässe im Spielaufbau, einen davon fing Gottschling ab, passte auf Jan Gasse, der dann von der linken Seite Dennis Thyssen in der Mitte mustergültig bediente, so dass der Stürmer aus kurzer Distanz zum 2:1 vollendete.

In der 32. Minute unterbrach der Unparteiische die Partie für eine dreiminütige Trinkpause. Anschließend wurde es richtig hitzig auf dem Feld. Als Thyssen alleine aufs Tor stürmte, berührte ihn Fichte-Verteidiger Leslie Rume kurz vor der Strafraumgrenze, so dass der Praester leicht ins Straucheln geriet und anschließend mit seinem Schuss am Keeper scheiterte. Die Rote Karte für Rume war die richtige Entscheidung, erzürnte aber die Lintforter. Den Freistoß setzte Marcel Wolters in die Mauer, beim Nachschuss reklamierten die Gastgeber ein Handspiel auf der Linie, das aber nicht geahndet wurde.

Turbulent gestaltete sich dann auch die insgesamt achtminütige (!) Nachspielzeit der ersten Hälfte, wobei der Schiedsrichter nach einem eigentlichen Einwurf fälschlicherweise auf Eckball für Fichte entschied. Daraus resultierte dann der 2:2-Ausgleich, als der vollkommen allein gelassene Thorsten Neulinger einköpfte (45.+5). Doch noch vor der Pause hätten Michal Szczepinski und Thyssen für die erneute Führung sorgen können. "Wir vergeben heute viel zu viele Torgelegenheiten", monierte Steffen Nüßmann, der zur zweiten Hälfte aufgrund einer Zerrung passen musste und von Dennis Döring abgelöst wurde.

Thyssen hatte dann in der 54. Minute Pech, als sein Kopfball gegen die Latte klatschte. Nach 65 Minuten zeigte der Schiedsrichter auf den Punkt, als Jan Gasse gefoult wurde - sicherlich ein Strafstoß, den man nicht geben muss. Gasse war es egal und er verwandelte zum 3:2. In der 78. Minute traf Thyssen erneut das Aluminium. Aber auch die dezimierten Gäste hatten ihre Chancen, steckten nie auf und hatten vor allem im Gegenzug den Torschrei auf den Lippen, als ein Schuss von Valdet Totaj knapp vorbeistrich (79.). Nach exakt 90 Minuten war dann Schluss und die Praester durften über den zweiten Saisonsieg jubeln.

RSV Praest: Nüßmann (46. Döring) - Schwarz, Szczepinski, Schulz, Wolters (76. Zwiekhorst), Thyssen, Gasseling, Gasse, Sangs, Gottschling, Janssen.

(RP)
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