Praest: RSV Praest: Faustschlag wird nicht geahndet

Praest : RSV Praest: Faustschlag wird nicht geahndet

Bezirksliga: Eine üble Aktion überschattet die Praester Heimbegegnung, die mit 1:2 gegen die DJK Lowick verloren geht.

Das zugeschwollene Auge von Marius Storm sprach Bände. Der Praester Offensivspieler war in der 75. Minute vom Lowicker Akteur Abdullatif Tokgöz in Höhe der Strafraumgrenze des Gästetores von einem Faustschlag ins Gesicht buchstäblich niedergestreckt worden, musste anschließend minutenlang behandelt werden und schließlich ausgewechselt werden.

Da sich die Tätlichkeit allerdings im Rücken des Schiedsrichters abspielte und er das Geschehen nicht selbst gesehen hatte, konnte der Unparteiische die Rote Karte, die es eigentlich zwangsläufig hätte geben müssen, nicht zeigen. Nach dem Spiel entschuldigte sich dann auch ein Vertreter des Lowicker Vorstandes für diese Aktion bei den Praester Verantwortlichen.

„Ein unschönes Bild und sicherlich ein Knackpunkt im Spiel“, meinte dazu der Praester Trainer Roland Kock, dessen Team die Bezirksliga-Begegnung gegen die Sportfreunde 97/30 aus Lowick schließlich mit 1:2 (1:0) verlor. „Nach diesem Vorfall haben wir die Ordnung verloren und waren mit anderen Dingen beschäftigt, zudem fehlte uns mit Marius Storm ein ganz wichtiger Spieler“.

So mussten die Hausherren in der 89. Minute den entscheidenden Ge-gentreffer hinnehmen, als die Gäste einen Schnellangriff durch David Heveling erfolgreich abschlossen. Vier Minuten zuvor hatte RSV-Keeper Dennis Döring noch das 1:1 retten können, als er nach einem Foul des eingewechselten Ron Janssen einen Strafstoß von Niklas Egeling sogar festhielt.

Dabei hatten die Praester lange Zeit in der Defensive richtig gut gestanden und selbst mit ihrer ersten richtigen Chance im ersten Durchgang das 1:0 gemacht. Calvin Stein hatte auf der rechten Abwehrseite auf Mike Wezendonk gespielt, der sich gut im Mittelfeld an der Außenlinie durchsetzte. Wezendonks Steilpass erreichte dann Rene Groes, der einen Tick eher am Ball war als der gegnerische Torwart und das Leder anschließend mit einem schönen Schlenzer versenkte (24.).

Groes hatte dann auch im zweiten Durchgang die große Chance zum 2:0, doch nach einer schönen Kombination über Storm und Wezendonk traf der Mittelstürmer den Ball frei vor dem Tor nicht richtig und das Spielgerät ging am Gehäuse vorbei (54.). Besser machten es die Gäste auf der anderen Seite, als nach einem Angriff über die linke Seite eine Hereingabe am zweiten Pfosten David Rehms erreichte, der das Leder in der 67. Minute zum 1:1-Ausgleich ins Netz drosch. Nach der Tätlichkeit in der 75. Minute forderten die Hausherren dann auch noch vergeblich einen Elfmeter, als der Referee eine Berührung an Marvin Müller als nicht strafstoßwürdig einschätzte (80.).

In der Schlussphase warfen die Praester noch einmal alles nach vorne und ein parierter Kopfball von Marvin Müller war die beste Gelegenheit aus RSV-Sicht. Nach insgesamt elf Minuten Nachspielzeit stand dann die Pleite der Hausherren fest.

RSV Praest: Döring - C. Stein, Wolff, Dag, Schulz, Rütjes, Müller, Wezendonk, Storm (78. D. Stein), Hülsmann (75. Janssen), Groes (87. Wolters).

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