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Fußball: Rheingold praktisch gerettet

Fußball : Rheingold praktisch gerettet

Fußball-Bezirksligist schlägt den Aufsteiger SV Rees mit 4:1. Beide Mannschaft dürften mit dem Abstiegskampf nichts mehr zu tun haben. In der Schlussphase sah Pascal Hühner Rot und rastete aus.

Fußball-Bezirksligist VfB Rheingold Emmerich hat gestern einen riesigen Schritt in Richtung Klassenerhalt gemacht. Die Mannschaft feierte im Derby gegen Aufsteiger SV Rees einen 4:1 (2:1)-Erfolg und hat drei Spieltage vor Saisonende sieben Punkte Vorsprung auf den Vorletzten Alemannia Pfalzdorf. "Diese drei Punkte tun uns richtig gut", freute sich VfB-Coach Jürgen Stevens nach der Begegnung. "Eine unnötige Niederlage. Wir hätten durchaus einen Punkt mitnehmen können", meinte Bernd Franken, der mit Uli Heiliger bis zum Saisonende den SV Rees trainiert.

Die Grün-Weißen werden in den restlichen drei Spielen ohne Pascal Hühner auskommen müssen. Der junge Angreifer sah in der 88. Minute nach einem völlig überflüssigen Foul an Rheingold-Angreifer André Jansen die Rote Karte. Auch nach dem Platzverweis ließ Hühner die "gute Kinderstube" vermissen, als er eine Eckfahne aus dem Boden trat, die prompt auch noch einen Zuschauer traf.

Die etwa 150 Zuschauer sahen in der ersten Halbzeit eine recht ansprechende Partie, in der es auf beiden Seiten eine Reihe guter Chancen gab. Vor allem Pascal Hühner sorgte mit seinen blitzschnellen Kontern für viel Verwirrung im Rheingold-Strafraum. Doch auf der Gegenseite sorgte Marco Windt mit einem abgefälschten Distanzschuss für die Rheingold-Führung. In der 34. Minute erhöhte der VfB durch Jansen auf 2:0, dem der Gast aus Rees aber direkt im Gegenzug durch Pascal Hühner das 1:2 folgen ließ.

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Starker Auftritt von Dirk Scholten

In Minute 41 forderte der Reeser Anhang eine Rote Karte für Emmerichs Abwehrchef Inan Güden, der Pascal Hühner zu Fall gebracht hatte. Doch der Unparteiische zückte lediglich den gelben Karton. In Durchgang zwei verflachte die Begegnung immer mehr. Auf beiden Seiten häuften sich die Fehlpässe — offensichtlich machten sich im Abstiegskampf die Nerven bemerkbar. Erwähnenswert sind nur drei Szenen. Nach einem schweren Fehler des Reeser Innenverteidigers Sebastian Wawrzyniak passte Malte Arens den Ball zum starken Dirk Scholten, der direkt zu André Jansen weiterleitete. Der junge Stürmer machte alles richtig und schob den Ball zum 3:1 ein (74. Minute). Scholten legte auch das 4:1 vor, als er Benjamin van Niersen in Szene setzte. Dieser hatte keine Mühe, den Treffer zum 4:1-Endstand zu markieren (87.).

Dann folgte noch der unrühmliche Abgang von Pascal Hühner — doch bei sechs Vorsprung auf Pfalzdorf dürfte auch beim SV Rees nicht mehr viel anbrennen.

(RP)