Motorsport: Renault muss um die Punkte bangen

Motorsport : Renault muss um die Punkte bangen

Motorsport: Nico Hülkenberg belegt beim Großen Preis von Japan in Suzuka den zehnten Rang. Racing Point legt Protest ein.

Nach einem ungewöhnlichen Wochenende in Suzuka fuhr Nico Hülkenberg erneut in die Top Ten. Der Emmericher erkämpfte sich beim Großen Preis von Japan von Rang 15 ins Rennen gegangen am Ende zumindest noch einen Zähler. Teamkollege Daniel Ricciardo fuhr von Rang 16 auf Position sechs. Allerdings sind die Ergebnisse noch nicht in Stein gemeißelt, denn Racing Point hat gegen Renault Protest eingelegt, da der Konkurrent ein (teilweise) automatisches Bremssystem beim französischen Werksteam erkannt haben will. Eine Entscheidung wird es aber erst in den nächsten Tagen geben.

Qualifying und Rennen standen am Sonntag hintereinander an. Die Zeitenjagd um die besten Startplätze war bekanntlich von Samstag auf Sonntag verschoben worden, da im japanischen Suzuka mit der Ankunft des Taifun „Hagibis“ gerechnet worden war. Technische Probleme in der Qualifikation bedeuteten für Hülkenberg schließlich Rang 15 in der Startaufstellung. „Ich bin wirklich sehr glücklich für das Team mit Daniel und mir in den Punkten“, sagte Hülkenberg nach dem Rennen. „Wir haben den ganzen Weg lang gekämpft und es schien alles zusammengepasst zu haben.“

Zu Beginn des Tages hatte der 32-Jährige noch seine Schwierigkeiten. „Es sieht so aus, als hätten wir hydraulischen Druck verloren“, erklärte Hülkenberg im Anschluss an das Qualifikationstraining. Im zweiten Abschnitt konnte er daher keinen Versuch auf neuen Reifen starten und schied aus.

Im Rennen selbst nahm sich Hülkenberg die Devise vor: Kopf runter und durch. In der ersten Kurve machte er fünf Positionen gut. „Von da an war es ein Kampf“, so Hülkenberg. Der Emmericher war mittendrin im Verkehr, hatte kaum freie Fahrt. Viele Runden hing Hülkenberg hinter Pierre Gasly (Toro Rosso) und Lance Stroll (Racing Point) fest. Trotz DRS kam er an den beiden nicht vorbei.

Hinter ihm fuhr wiederum Ricciardo. Der Australier fragte den Kommandostand, ob Hülkenberg ihn vorbei lassen könnte, um die davor liegenden Piloten zu attackieren. Der Mann vom Niederrhein stimmte Ricciardos Plan zu. Der schaffte es, Gasly und Stroll zu passieren. Hülkenberg wiederum konnte nachlegen und zumindest Stroll überholen (47. Runde). Hülkenberg musste dann aber Sergio Perez ziehen lassen und war wieder Zehnter (52.).

„Den ganzen zweiten Rennabschnitt waren wir im Verkehr. Es wurde heiß und spannend da draußen, als bei allen die Reifen schlechter wurden“, beschrieb Hülkenberg die entscheidende Phase. „Es hat großen Spaß gemacht und ich bin mit dem heutigen Tag zufrieden.“ Die Wiedergutmachung nach den Problemen im Qualifying sei „großartig“ gewesen.

Nachdem der Emmericher zunächst als Neunter geführt worden war, belegte er schließlich aber doch nur den zehnten Rang. Zwar war der vor Hülkenberg liegende Perez kurz vor Schluss durch einen Unfall ausgefallen, doch aufgrund eines technischen Fehlers wurde bereits der Stand in Runde 52 als Endergebnis gezählt und nicht der von Runde 53. Dafür rutschte Daniel Ricciardo durch eine nachträgliche Strafe für Charles Leclerc noch einen Platz nach vorne.

Würden die neun Zähler von Ricciardo und Hülkenberg nach der Entscheidung des Weltverbands hinsichtlich des Protestes ihre Gültigkeit behalten, weist Renault in der Konstrukteurswertung einen Rückstand von 34 Punkten hinter dem viertplatzierten Team von Mc Laren auf, da Carlos Sainz als Fünfter zehn Punkte sammelte.

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