Lokalsport: Renault kann den vierten Platz behaupten

Lokalsport : Renault kann den vierten Platz behaupten

Formel 1: Nico Hülkenberg fährt beim Großen Preis von Frankreich auf Rang neun. Teamkollege Carlos Sainz wird Achter.

Der Große Preis von Frankreich endete für Nico Hülkenberg versöhnlich. Mit dem neunten Platz konnte er noch zwei Punkte in der Weltmeisterschaft holen. Hülkenbergs Teamkollege Carlos Sainz konnte als Achter das Rennen beenden, so dass Renault bei seinem Heimspiel in Le Castellet den vierten Platz in der Konstrukteurswertung festigen konnte. Der Vorsprung auf McLaren beträgt nun 22 Punkte.

Vor dem Rennwochenende hatte Hülkenberg von einer Extra-Portion Motivation beim Heimspiel von Renault gesprochen. Doch dann lief es zunächst überhaupt nicht für den Emmericher. Das erste Training beendete er auf dem drittletzten Rang. Die Nachmittagssession am Freitag war dann ein wenig besser. Das dritte Training war verregnet und der 30-Jährige verzichtete auf einige Runden auf Regenreifen.

Im Qualifying, eigentlich die große Stärke von Nico Hülkenberg, wurde er von seinem Teamkollegen Carlos Sainz dann klar in die Schranken verwiesen. Der Spanier holte sich als Siebter den inoffiziellen Titel "Best of the rest" nach den drei Topteams. Hülkenberg musste hingegen schon im ersten Abschnitt der Qualifikation zittern. Mit Ach und Krach erreichte er das Q 2, wo dann aber prompt Schluss war. Lediglich auf Platz zwölf landete der Renault-Fahrer.

"Das ist eine enttäuschende Platzierung, aber mit meiner Runde war ich eigentlich glücklich", sagte Hülkenberg, der aber die grundsätzlichen Probleme auch nicht verschwieg. "Irgendwie hat es hier mit der Balance ein bisschen gehadert. Ich bin damit schon das ganze Wochenende nicht so zufrieden. Mir hat das Vertrauen ins Auto gefehlt und damit die Harmonie, die ich gewöhnlich spüre. Das hat sich wie ein roter Faden durchgezogen."

Andererseits merkte Hülkenberg am Samstagabend an, dass er als Zwölfter freie Reifenwahl fürs Rennen habe und somit einige strategische Möglichkeiten in seiner Hand liegen würden. Nicht ganz verwunderlich ging der Emmericher dann mit Softreifen ins Rennen und überstand zu Beginn die Tumulte, ohne dass sein Auto Schaden nahm.

Bis zur 38. Runde dauerte sein Stint, dann steuerte der Emmericher die Box an. Zu diesem Zeitpunkt lag er auf Platz sieben. Die Renault-Crew zog nun Ultrasoftreifen für die letzten 15 Runden auf.

Als Zehnter kam Nico Hülkenberg wieder zurück auf die Piste. In der 51. Runde schickte Teamkollege Carlos Sainz per Funk eine Hiobsbotschaft an den Kommandostand: "Ich habe keine Leistung mehr", sagte er.

Kevin Magnussen (Haas) und Valtteri Bottas (Mercedes) zogen umgehend am Renault vorbei. Nico Hülkenberg hatte noch zehn Sekunden Rückstand auf seinen Teamkollegen. Gerade als er zur Attacke blasen wollte, platzte am Williams von Lance Stroll ein Reifen, was eine virtuelle Safety-Car-Phase nach sich zog.

Dass Nico Hülkenberg am Spanier hätte vorbeikommen können, zeigte, dass er in der letzten freien Runde seinen Rückstand halbierte und gleich fünf Sekunden auf Sainz aufholen konnte.

(RP)
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