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Pokal: RSV Praest erstmals nach langer Zeit Außenseiter

Pokal: RSV Praest erstmals nach langer Zeit Außenseiter

Die mit Abstand beste Mannschaft des gesamten Fußball-Kreises Rees-Bocholt gibt sich heute Abend im Praester Volksbank-Stadion die Ehre. Der VfL Rhede, der dem einst großen Nachbarn FC Bocholt längst den Rang abgelaufen hat, tritt ab 19 Uhr in der fünften Runde des DFB-Pokals auf Kreisebene beim RSV Praest an. Der VfL, bei dem der aus den Reihen des VfB Rheingold stammende Nicolas Wigger zu den absoluten Leistungsträgern gehört, besitzt als Tabellenzweiter der Niederrheinliga glänzende Chancen auf den Sprung in die Regionalliga. Zumal der aktuelle Spitzenreiter RW Oberhausen II freiwillig auf den möglichen Aufstieg in die vierthöchste Spielklasse verzichtet.

Der RSV Praest, der am vergangenen Sonntag mit einem ungefährdeten 5:1-Erfolg beim BV / DJK Kellen in die Erfolgsspur zurückgekehrt ist, befindet sich damit heute erstmals nach langer Zeit wieder in der Rolle des Außenseiters. "Ich freue mich auf diese Herausforderung. Gerade meine jungen Spieler können in einer solchen Partie lernen, wie man sich gegen einen übermächtigen Gegner taktisch klug verhält", sagt Trainer Roland Kock.

Meisterschaft hat Vorrang

Vorrang genießt natürlich die Meisterschaft, in der die Gelb-Schwarzen in den restlichen sieben Spielen ihren Vorsprung von sieben Punkten auf den Verfolger SV Vrasselt verteidigen wollen. "Ich denke im Hinterkopf auch schon an das Derby am Sonntag gegen den SV Rees, der im Kampf um den Klassenerhalt jeden Punkt bitter benötigt. Falls der eine oder andere Spieler kurzfristig über Wehwehchen klagen sollte, werde ich ihn wahrscheinlich im Hinblick auf dieses Spiel schonen", kündigt Kock an.

Definitiv fehlt Angreifer Fais Almami, der wegen einer Fußprellung schon in Kellen nur in der Schlussphase zum Einsatz gekommen war. Kock: "Schon da hat sich gezeigt, dass Fais diese Verletzung erst einmal vernünftig auskurieren muss." Außerdem ist Youngster Michel Schicht nicht dabei, der sich von einer Operation erholt.

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Allerdings dürfte auch der Gegner nicht unbedingt in Bestbesetzung antreten. Schließlich möchte der VfL Rhede am nächsten Sonntag im Auswärtsspiel bei Germania Ratingen den nächsten Schritt in Richtung Regionalliga machen. Der Sieger heutigen Partie trifft in der letzten Runde auf Kreisebene auf den Landesligisten PSV Wesel, der sich bereits mit einem 2:0 beim SV Spellen qualifiziert hatte. Der RSV Praest hätte in diesem Fall erneut Heimrecht.

(RP)