Lokalsport: Optimales Ergebnis für Nico Hülkenberg

Lokalsport : Optimales Ergebnis für Nico Hülkenberg

Motorsport: Der Formel 1-Pilot startet beim Großen Preis von Kanada von Rang sieben und fährt auch als Siebter über die Ziellinie. Renault baut mit zehn Punkten aus dem Rennen den Vorsprung in der Konstrukteurswertung aus.

Cyril Abiteboul ist ein Realist. "Es war ein super positives Ergebnis", sagte der Renault-Teamchef nach dem Kanada Grand Prix. Nico Hülkenberg wurde in Montreal Siebter. Teamkollege Carlos Sainz folgte auf Platz acht. "Nico und Carlos haben das bestmögliche Resultat erreicht, was mit der aktuellen Pace des R.S.18 möglich ist." Denn die drei Top-Teams fahren immer noch in einer anderen Welt.

Allerdings konnte sich Renault im Kampf um Platz vier in der Konstrukteurswertung mit den zusammengerechnet zehn Punkten von Hülkenberg und Sainz von der Konkurrenz ein wenig absetzen. Der Vorsprung auf das Kundenteam McLaren beträgt jetzt 16 Punkte. Hülkenberg konnte durch Platz sieben in der Fahrer-WM punktemäßig mit Fernando Alonso gleichziehen.

Der Emmericher landete im Qualifying auf seinem Stammplatz. Als Siebter nahm er das Rennen auf. "Ich hatte so das Gefühl, ich wäre im Qualifying ein bisschen im Nachteil gewesen, weil ich im ersten freien Training nicht fahren konnte", meinte der 30-Jährige nach der Qualifikation. "Aber ich habe das ganze Wochenende viel Vertrauen ins Auto gehabt."

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Beim Start verlor der Emmericher dann allerdings eine Position, weil Esteban Ocon im Force India vorbeizog. Noch in der ersten Runde knallte es heftig zwischen Lokalmatador Lance Stroll (Williams) und Brendon Hartley (Toro Rosso). Das Safety Car musste rauskommen.

Auch nach dem Restart blieb die Reihenfolge bestehen. Doch Ocon konnte die Zeiten der vor ihm fahrenden Autos nicht halten. "Ich werde hier richtig aufgehalten", funkte Hülkenberg leicht genervt an seinen Renningenieur in Runde elf. Doch nur einen Umlauf auf dem Circuit Gilles Villeneuve später löste sich das Problem. Ocon steuerte die Box zum Reifenwechsel an. Für Hülkenberg war nun die entscheidende Phase angebrochen. Auf den Hypersoft-Reifen musste er zwei schnelle Runden in den Asphalt brennen, ehe er in Runde 14 an die Box fuhr. Die Mechaniker zogen nun die Supersoft auf, die somit bis zum Rennende noch 56 Runden halten mussten. "Ab diesem Zeitpunkt ging es nur noch darum, die Reifen in den Griff zu bekommen. Das war ein ziemlich hartes Unterfangen, weil am Ende der Reifenabbau schon ziemlich extrem war."

Während bei vielen Rennen der so genannte Undercut ratsam ist, setzte Renault in Montreal auf den Overcut, was bedeutete, dass sie Hülkenberg zwei Runden länger fahren ließen als Ocon, der dann nach dem Reifenwechsel den Kürzeren zog. Dies funktionierte nur deshalb, da neue Reifen auf der Strecke mitten im Sankt-Lorenz-Strom traditionell länger brauchen, bis sie ins richtige Temperaturfenster kommen.

Nach seinem Reifenwechsel rutschte Hülkenberg zwischenzeitlich bis auf Platz 13 ab. Da nach und nach auch der Rest des Feldes zum Stopp an die Box musste, wurde der Emmericher wieder auf seinen ursprünglichen Startplatz sieben nach vorne gespült.

(RP)
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