Fußball : Nullnummer im Derby

Rund 300 enttäuschte Zuschauer sahen gestern das 0:0 zwischen den Bezirksligisten BW Bienen und VfB Rheingold Emmerich. VfB-Keeper Christoph Legeland hielt in der Schlussminute den Punkt fest.

Insgesamt betrachtet spielt Blau-Weiß Bienen in der Fußball-Bezirksliga wieder eine glänzende Saison. Doch in einer Hinsicht bleibt’s dabei: In den Derbys kommt die Mannschaft einfach nicht in die Pötte. Vor 300 enttäuschten Zuschauern musste sich der Gastgeber gestern im Rhein-Lander-Stadion gegen den ersatzgeschwächten VfB Rheingold Emmerich mit einem 0:0 begnügen.

„Kompliment an die A-Junioren“

VfB-Trainer Jürgen Stevens konnte sich nach der Partie mit diesem Resultat anfreunden: „Wir wollten zu Null spielen. Und das ist uns mit einer disziplinierten Leistung auch gelungen. Ich muss insbesondere den Jungs aus unserer A-Jugend ein Kompliment machen.“ Sein Biener Kollege Rolf Sent machte hingegen keinen Hehl aus seiner Enttäuschung: „Das war erneut ein schwaches Derby. Wir hatten zwar zum Schluss die besseren Chancen. Doch vor allem in der ersten Halbzeit sind wir viel zu harmlos aufgetreten.“

Von Beginn an bildeten Torchancen die absolute Ausnahme. Die Rheingold-Abwehr hinterließ einen konzentrierten und sattelfesten Eindruck. Und die Gäste hätten in der 24. Minute sogar in Führung gehen können. Es wird das Geheimnis von Schiedsrichter Marco Tödt aus Issum bleiben, weshalb seine Pfeife in der 24. Minute nach einem klaren Foul von Peter Schau an Kemal Dogu stumm blieb – in dieser Szene hätte der Referee auf Elfmeter für den VfB entscheiden müssen.

Auf der Gegenseite wurde es erstmals in der 29. Minute gefährlich, als der Ball nach einem Schuss des Biener Kapitäns Holger Pistel an die Latte prallte. Sekunden vor dem Pausenpfiff war der Biener Keeper André Barth nach einem scharf geschossenen Freistoß von Marcel Heering auf der Hut – das war’s auch schon in Hälfte eins.

Nach dem Seitenwechsel steigerte sich das Spiel nur unwesentlich. Der nächste Aufreger ereignete sich in Minute 75. Philipp Pintzke rannte allein auf VfB-Torhüter Christoph Legeland zu, verfehlte aber mit seinem Schuss das Tor um Längen. Sechs Minuten später hatte der Emmericher Verteidiger Marco Köster Glück, als er am Boden liegend nachtrat – doch Marco Tödt zückte lediglich den gelben Karton.

In der 87. Minute war das Spiel für Holger Pistel beendet – er war mit einer Entscheidung des Unparteiischen nicht einverstanden und sah Gelb-Rot. Um ein Haar hätte Blau-Weiß Bienen in Unterzahl in der Schlussminute noch für die Entscheidung gesorgt. Doch nach einem Schuss von Regisseur Sebastian Kolsberger sorgte Legeland dafür, dass die Null auch nach 90 Minuten Bestand hatte.

(RP)
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