Niederrheinpokal: SV Rees verzichtet auf Heimrecht

Fußball : Niederrheinpokal: SV Rees verzichtet auf Heimrecht

Der A-Ligist absolviert die Zweitrunden-Partie beim Wuppertaler SV. Grund: Der Verband hat Sicherheitsbedenken.

Groß war die Freude beim SV Rees, als der Wuppertaler SV als Gegner in der zweiten Runde des Fußball-Niederrheinpokals gezogen wurde. Als klassentieferer Verein hätte der A-Ligist eigentlich Heimrecht, aber die Partie wird nun am Mittwoch, 5. September, um 19.30 Uhr beim Regionalligisten ausgetragen. Spiele gegen Wuppertal werden vom Verband und von der Polizei grundsätzlich als Risikospiele eingestuft – und sind daher mit zahlreichen Auflagen verbunden. „Diese alle zu erfüllen, wäre für uns einfach nicht möglich gewesen, das hätte uns finanziell ruiniert“, sagt Karl-Heinz Beeck, Sportlicher Leiter des SV Rees. „Wir haben auch beim 1. FC Kleve und der SV Hönnepel-Niedermörmter nachgefragt, um vielleicht dort zu spielen. Die haben aber abgewunken, was ich auch durchaus verstehen kann.“

Allerdings habe man der Mannschaft solch ein besonderes Spiel auf keinen Fall nehmen wollen und daher das Heimrecht getauscht, sagt der Sportliche Leiter der Grün-Weißen. Im Stadion am Zoo zu spielen sei sicherlich auch ein tolles Erlebnis, so van Beeck, der vor mehr als 50 Jahren selbst als aktiver Kicker in der Wuppertaler Arena zu Gast war, damals in der Regionalliga im Trikot des Homberger SV. Das altehrwürdige Stadion, das inzwischen teilweise saniert worden ist und bis zu 23.000 Zuschauer fassen kann, soll in naher Zukunft weiter modernisiert werden.

Die Mannschaft des SV Rees, die sich in der ersten Runde gegen den Landesligisten DSC Düsseldorf mit 2:0 behauptet hatte, wird die Fahrt ins Bergische Land in einem Kleinbus antreten. Außerdem wird der Verein am 5. September einen Fanbus einsetzen, der um 16.30 Uhr an der Reeser Anlage an der Ebentalstraße in Richtung Wuppertal losfahren wird. „Der Verein beteiligt sich an den Kosten, so dass pro Person nur ein Obolus von zehn Euro fällig wird“, sagt Beeck. Wer mitfahren möchte, meldet sich bei ihm telefonisch unter 02801 2615 oder bei Peter Hühner (02851 3300). Die Eintrittskarten ins Stadion am Zoo kosten ebenfalls einheitlich zehn Euro. Die Partie zwischen dem SV Rees und dem Wuppertaler SV ist übrigens nicht die einzige, bei der das Heimrecht getauscht wurde. So wird der Wuppertaler Landesligist FSV Vohwinkel nun beim Regionalligisten RW Essen antreten – ebenfalls aus Sicherheitsgründen.

(misch)