Niederrhein: Unbesiegte Fortuna will dominant auftreten

Fußball : Unbesiegte Fortuna will dominant auftreten

Der SV Rees tritt schon am heutigen Freitag in der Kreisliga A an. Westfalia Anholt muss lange auf Kapitän Thomas Borchard verzichten.

Bereits am heutigen Freitag (19.30 Uhr) muss der SV Rees in der Kreisliga A ran. Nachdem die Mannschaft von Trainer Maik Nieuwenhuis am vergangenen Sonntag den ersten Saisonsieg feiern konnte, soll es beim SV Krechting mit dem nächsten Dreier klappen und eine Erfolgsserie gestartet werden. „Der erste Sieg hat uns sehr gut getan, das hat man auch in den Trainingseinheiten gemerkt. Wir können jetzt etwas befreiter als vorher aufspielen, müssen aber dennoch alles reinhauen, um drei Punkte mitnehmen zu können“, so Nieuwenhuis.

Allerdings haben die Reeser erneut einige Ausfälle zu verkraften und müssen die Startelf umbauen. So stehen dem Linienchef der Grün-Weißen Marcel Schlösser, Maurice Hühner (beide gesperrt), Felix Mai, Bradley Neumayer (beide Urlaub) sowie die verletzten Daniel Ingelaat, Robert Lufrano, Tim Kliemann und Paul Schenk nicht zur Verfügung. Der Bezirksliga-Absteiger aus Krechting konnte sich nach einem schleppenden Start etwas fangen und belegt nun den sechsten Platz. Dennoch erwartet Nieuwenhuis kein Offensivfeuerwerk der Gastgeber: „Sie werden nicht auf Teufel komm raus Pressing spielen. Ich denke, dass sie versuchen werden kompakt zu stehen und dann immer mal wieder Akzente nach vorne setzen werden.“

Fortuna Millingen ist immer noch ungeschlagen und belegt nach dem siebten Spieltag den zweiten Platz. Nun wartet mit GW Vardingholt die Wundertüte der Kreisliga A auf die Elf von Trainer Rolf Sent. Sent warnt vor allem vor dem Angriff der Gäste: „Mit Muhsin Kurum und Stefan Chiuk hat Vardingholt gefährliche Stürmer, die ihre Qualitäten auch schon in höheren Ligen unter Beweis gestellt haben. Daher liegt unser Hauptaugenmerk darauf, die beiden Spitzen zu neutralisieren.“

Dennoch möchte der erfahrene Linienchef auch Aktionen nach vorne sehen. „Wir spielen zu Hause und müssen dominant auftreten. Unsere Heimspiele sind unsere stärkste Waffe, da wir dort immer unsere besten Leistungen abrufen“.

Verzichten muss der Coach gegen den Tabellenelften auf Tom Gerstenberg, Jan-Peter Eyting, Marcel Schlüter und Torwart Leon Gerling. Trotzdem will Sent das nicht als Ausrede gelten lassen: „Wir haben einen guten Kader. Und alle, die jetzt die Chance haben zu spielen, können zeigen, dass sie für die Kreisliga A gut genug sind.“

Nach zwei 0:1-Niederlagen in Folge will der SV Haldern endlich wieder punkten. Dies wird aber beim SV Bislich kein leichtes Unterfangen, Trainer Christian Böing erwartet einen defensiv eingestellten Gegner: „Ich rechne damit, dass Bislich das ähnlich macht, wie die meisten Gegner gegen uns. Sich hinten einigeln und uns das Spiel machen lassen. Daher müssen wir versuchen, die Geschwindigkeit über 90 Minuten hochzuhalten und Bislich zum Laufen zu bekommen. Nur so können wir Freiräume für unsere Offensivspieler schaffen.“ Allerdings weiß Böing auch um die Qualitäten der Gastgeber in der Offensive: „Wir müssen es schaffen, die Kontersituationen frühzeitig zu unterbinden. Denn mit Kai-Thomas Sprenger und Jonas Rösner haben sie zwei sehr schnelle Spieler vorne drin. Dazu mit Nils Pagojus einen sehr gefährlichen Mittelfeldspieler.“

Allerdings ist die Personalsituation beim Bezirksliga-Absteiger arg angespannt. Zwar wird Dominik Schertes nach längerer Pause in den Kader zurückkehren, dafür fallen mit Lukas Zitter, Tobias Lasthuis (beide Urlaub), Christoph Hegmann (Knieverletzung) und dem Lanzgzeitverletzten Markus van den Boom vier Leute definitiv aus. Bei GW Lankern stellt sich Westfalia Anholt vor. „Lankern ist ein sehr unangenehmer Gegner. Sie kommen eher über den kämpferischen Aspekt als über den spielerischen. Sie werden uns alles abverlangen“, sagt Westfalia-Coach Thomas Driever.

Zwar war der Anholter Übungsleiter mit der Leistung zuletzt beim 2:2 gegen Spellen durchaus zufrieden, doch ärgerte sich Driever über die Körpersprache seiner Mannschaft, nachdem der Gegner zum Anschlusstreffer gekommen war: „Wir müssen lernen, nicht direkt den Kopf in den Sand zu stecken. Auch wenn es mal nicht läuft und wir ein Gegentor kassieren, müssen wir weiterhin unser Spiel durchziehen. Wir dürfen nicht den Gegner wieder stark machen.“

Eine bittere Nachricht erhielt die Westfalia unter der Woche. Thomas Borchard hat nach einer MRT-Untersuchung nun Gewissheit bekommen. Der Kapitän wird mit einer Kreuz- und Meniskusverletzung lange fehlen. „Das ist extrem bitter für uns und vor allem für Thomas. Wir werden ihn unterstützen und hoffen, dass er dann in alter Frische irgendwann wieder auf dem Platz stehen kann.“ Weiter werden Filipe Oliveira Leite und Marco Läsker ausfallen. Zudem hat sich Roman Hakvoort vermutlich einen Bänderriss im Sprunggelenk zugezogen und Thomas Stevens fehlt zu allem Überfluss beruflich bedingt.