Nico ließ es mächtig krachen

Neben Altmeister Michael Schumacher sorgte Formel 1-Rückkehrer Nico Hülkenberg für viel Gesprächsstoff. Der 24-jährige Emmericher fuhr im freien Training auf Rang zwei vor.

EMMERICH/MELBOURNE Nico Hülkenberg hat gute Nerven. Ein Jahr lang hatte der Formel 1-Pilot Zeit, sich in Geduld zu üben. Zwölf harte Monate war er Testfahrer bei Force India. Doch der 24-Jährige hat den Sprung zurück ins Cockpit eines Rennboliden verwirklicht, ist nun Stammpilot neben Paul die Resta. Und der Emericher, dem die Fachleute "sehr, sehr viel Talent", bescheinigen, ließ es nun zum Auftakt der Formel 1-Saison im Albert-Park-Circuit in Melbourne mächtig krachen.

Nur Schumacher war schneller

Beim zweiten freien Training fuhr Hülkenberg auf Platz zwei vor und ließ hochkarätige Konkurrenten wie Fernando Alonso, Lewis Hamilton, Sebastian Vettel, Jenson Button und Kim Raikkönen - allesamt Weltmeister - hinter sich. Lediglich Altmeister Michael Schumacher war in "down under" schneller als der Jungspund vom Niederrhein.

Beim ersten freien Training mussten die Fahrer bei starkem Regen mit erschwerten Bedingungen zurechtkommen. Am besten gelang dies Jenson Button. Für Hülkenberg reichte es immerhin zu einem Prestigeerfolg. Im internen Duell der Stallkollegen belegte er Rang zwölf. Damit war er besser platziert als Teamgefährte Paul die Resta.

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Aber in der zweiten Session sollte es noch besser kommen. Bei noch schlechteren Streckenbedingungen waren Schumacher und Hülkenberg die Schnellsten. Dabei hatte Hülkenberg lange Zeit die Bestzeit inne. Erst als das 90-minütige Training schon abgelaufen war, sicherte sich der Rekord-Weltmeister in allerletzter Sekunde Rang eins.

Nico Hülkenberg wollte die gute Platzierung aber nicht überbewertet wissen. "Viele Leute sind beim Training noch mit härteren Reifen und viele mit vollen Tanks gefahren. Ich sehe uns für das dritte Training und die Qualifyingsession nicht in dieser guten Position", meinte Hülkenberg. "Ich weiß zwar was wir können, aber ich weiß immer noch nicht, was die Konkurrenz macht", führte Hülkenberg weiter aus.

(RP)