Lokalsport: Nico Hülkenberg wird durch Fehlalarme behindert

Lokalsport : Nico Hülkenberg wird durch Fehlalarme behindert

Formel 1: Renault muss den Testbetrieb in Barcelona zweimal einstellen. Der Emmericher bleibt dennoch zuversichtlich.

Während in der vergangenen Woche noch Schnee den Circuit de Catalunya in Barcelona bedeckte, war gestern mit 17 Grad Celsius schon fast T-Shirt-Wetter. In der Mittagszeit kletterte die Quecksilbersäule bei der Messung des Asphalts sogar über die 30-Grad-Marke.

"Die Strecke ist bei den hohen Temperaturen ganz anders als vorige Woche. Man hat ein völlig neues Gefühl im Auto", sagte der Emmericher Pilot Nico Hülkenberg, nachdem er die Vormittags-Session im neuen R.S.18 absolviert hatte.

Nach der Mittagspause übernahm dann sein spanischer Teamkollege Carlos Sainz das Einsatzauto von Renault. Der fünfte Vorbereitungstag der Formel 1 auf die kommende Saison verlief für das französische Werksteam aber nicht wie gewünscht. Nachdem der Emmericher seine Installationsrunden in Barcelona gedreht hatte, wurde der Fahrbetrieb eingestellt. Die Mechaniker und Ingenieure gerieten in der Garage in hektische Betriebsamkeit. Zweimal hatten Sensoren am Auto Warnmeldungen angezeigt. Es handelte sich nach ersten Informationen um Unregelmäßigkeiten am Getriebe und um Probleme mit der Hinterachse. Wie sich dann aber bei genauer Überprüfung herausstellte, waren es beide Male Fehlalarme. Nichtsdestotrotz hemmten diese Sensorprobleme das ursprünglich geplante Testprogramm von Renault.

Als Nico Hülkenberg dann doch wieder auf die Strecke geschickt wurde, war der Einsatz praktisch sofort wieder beendet, da es eine Rote Flagge nach einem Ausflug von Stoffel Vandoorne (McLaren) ins Kiesbett gegeben hatte.

Trotz aller Widrigkeiten spulte der Emmericher bis zur Mittagspause immerhin noch 48 Runden ab und hatte die sechstschnellste Zeit des Vormittags vorzuweisen. "Als wir die Sensorprobleme gelöst hatten, stimmte das Setup nicht", sagte der Emmericher.

Ungeachtet des durchaus suboptimalen gestrigen Testtages in Barcelona beginnen mittlerweile die ersten Spekulationen über die Stärke von Renault. Der Kölner Express stellte dabei schon mal die Frage, ob Renault als Geheimfavorit in die neue Saison geht.

"Als Geheimfavorit würde ich uns nicht bezeichnen, aber wir haben unsere Hausausaufgaben gemacht und die Schwachstellen behoben. Ich habe mehr Speed, Grip, Fahrbarkeit - von allem etwas", sagte Hülkenberg.

(tt)
Mehr von RP ONLINE