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Nico Hülkenberg steuert auf den Großen Preis von Österreich zu

Motorsport : Hülkenberg freut sich auf viele Fans

Motorsport: Beim Preis von Österreich peilt der Renault-Pilot wieder einen Platz im vorderen Bereich des Mittelfeldes an. Im Fokus werden die Reifen stehen.

Nico Hülkenberg rutschte beim Großen Preis von Frankreich nachträglich einen Platz nach vorne und wurde Achter – allerdings ausgerechnet auf Kosten seines Teamkollegen Daniel Ricciardo, der für zwei Vergehen in der letzten Runde mit insgesamt zehn Sekunden bestraft wurde und vom siebten auf den elften Platz zurückfiel. Hülkenberg ärgerte sich darüber, dass er fast das ganze Rennen hinter Kimi Räikkönen festhing. „Der Knabe hat voll im Weg gestanden. Er hätte lieber zur Bar abbiegen sollen. Dann hätte ich ein freieres Rennen gehabt und eine bessere Platzierung“, hatte Hülkenberg, dem am Ende aber immerhin vier Punkte in der WM-Wertung gutgeschrieben wurden, seinen Humor nicht verloren.

Das Renault-Team war beim Heimspiel in Le Castellet mit einigen Upgrades am Start, darunter einige Neuerungen in der Aerodynamik. Bei Ricciardo gab es zudem eine Motorenausbaustufe mit etwa zehn PS mehr, die bei Hülkenberg noch nicht zum Einsatz kam. „Im Rennen waren wir zwar so schnell wie McLaren“, stellte Teamchef Cyril Abiteboul fest, bemängelte aber das Qualifying. „Wir haben es leider wieder einmal nicht geschafft, auf den Soft-Reifen den Grip-Vorteil zu nutzen. Das muss besser werden“.

Hülkenberg konstatierte, dass das Upgrade sicherlich noch nicht das gebracht habe, was man sich davon versprochen habe. Die neuen Teile seien im Großen und Ganzen positiv, aber man müsse noch weiter dazulernen, erklärte Renault-Technik-Chef Nick Chester. Back-to-Back-Rennen seien immer eine große Herausforderung, weshalb der Wagen auch mehr oder weniger auf dem Stand sein werde wie in Frankreich. Eine weitere Ausbaustufe bei Renault wird dann beim übernächsten Rennen in Silverstone erwartet.

Nun steht aber erst einmal der neunte WM-Lauf in Österreich auf dem Programm. Im vergangenen Jahr verlieh der Red Bull Ring Hülkenberg keine Flügel, er schied bereits in der zwölften Runde mit einem Motorschaden aus. Nachdem der Emmericher zuletzt zweimal in die Punkte fahren konnte, sind die Top 10 nun auch das erklärte Ziel in Spielberg. „Wir wollen uns irgendwo im vorderen Bereich des Mittelfeldes einnisten“, lautet das Vorhaben des Renault-Piloten.

Auf jeden Fall freut sich der 31-Jährige auf das Rennen: „Da die Strecke ja ziemlich nah an der Grenze ist, werden uns bestimmt wieder viele deutsche Fans unterstützen“, erwartet Hülkenberg viel Support. Es sei dort auch eine schöne Szenerie mit vielen Hügeln, leeren Feldern und zahlreichen Kühen, mag der Emmericher die im Motorsport ungewöhnliche Atmosphäre. „In Spielberg fahren wird die kürzeste Runde des Jahres. Es gibt nur eine langsame Kurve, aber drei ziemlich lange Geraden, so dass ein großer Teil mit Vollgas absolviert wird“, sagt Nick Chester zur Charakteristik der Strecke. „Die Reifen werden wie im vergangenen Jahr sicherlich wieder im Fokus stehen. Da es sehr heiß wird, ist Blasenbildung eine Gefahr. Da werden wir bei den Longruns im Training drauf achten müssen. Die Rennbahn hat außerdem einige große Bordsteine, die stören könnten“.