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Lokalsport: Nico Hülkenberg stellt Negativrekord ein

Lokalsport : Nico Hülkenberg stellt Negativrekord ein

Der Große Preis von Italien war am vergangenen Wochenende das 128. Formel-1-Rennen des Emmerichers, in dem er jeweils das Podium verpasste. Dies schaffte bisher außerdem nur Adrian Sutil, mit dem der 30-Jährige gleichzog.

Die Europasaison der Formel 1 ist beendet. Lewis Hamilton konnte am vergangenen Wochenende beim Großen Preis von Italien gleich mehrfach in Monza jubeln. Er gewann nicht nur das Rennen und schnappte sich damit wieder die Führung in der Weltmeisterschaft von Sebastian Vettel (Ferrari). Der Brite ist nun auch alleiniger Rekordhalter bei den Pole Positions. 69 Mal fuhr Hamilton in seiner Karriere in der Qualifikation die schnellste Zeit, den bisherigen Rekord hatte Michael Schumacher mit 68 Poles gehalten.

Nicht ganz so in der öffentlichen Wahrnehmung stand Nico Hülkenberg in Italien. Dabei stellte auch der Emmericher einen Rekord ein. Allerdings im negativen Sinne. In Monza bestritt der 30-Jährige sein 128. Formel-1-Rennen, ohne jemals das Podium erreicht zu haben. Eine solch schlechte Bilanz weist ansonsten nur noch Adrian Sutil auf. Die Chance, noch in diesem Jahr den Podium-Fluch zu beenden, ist nicht unbedingt besonders groß. Denn Monza zeigte schonungslos, woran es Renault mangelt. "Wie schon erwartet, war einfach die Pace nicht da. Es hat an Topspeed gefehlt. Von daher war es ziemlich aussichtslos" sagte Hülkenberg bei RTL.

Im Prinzip war allen im französischen Werksteam klar, dass der Höchstgeschwindigkeitskurs im Königlichen Park dem R.S.17 nicht liegen würde. Das zeigte sich deutlich, als der Emmericher im Rennen auf seinen "Intimfeind" Kevin Magnussen im Haas auflief. "Ich hätte ihn gerne attackiert, aber bin mit unserem Topspeed nicht in der Lage gewesen, mich neben ihn zu setzen. Das Defizit war einfach zu groß", so der Emmericher gegenüber Motorsport-Total.com.

Derweil wird weiter spekuliert, wer in der kommenden Saison den zweiten Renault neben Hülkenberg steuern wird. Britische Medien wollen herausgefunden haben, dass Jolyon Palmer eine Chance auf Weiterbeschäftigung bekommen soll, wenn er in den ausstehenden sieben Rennen überzeugen sollte. Die Gerüchte um das Comeback von Robert Kubica sind abgeflaut und Teamchef Cyril Abiteboul hatte bereits ausgeschlossen, dass es eine Rückkehr von Fernando Alonso geben wird. Sergio Perez scheint eine weitere Saison bei Force India dranhängen zu wollen, so dass aktuell Carlos Sainz als heißester Kandidat gilt. "Mit den Gerüchten um Fahrerwechsel beschäftige ich mich eigentlich gar nicht, weil es mich nicht direkt betrifft. Meine Zukunft ist langfristig bei Renault. Ich identifiziere mich voll und ganz mit dem Team und fühle mich sehr wohl. Es macht Spaß, am Fortschritt des Teams mitzuarbeiten", so Hülkenberg, der sich jetzt auf das nächste Rennen in Singapur (17. September) fokussiert. Dort sei der Renault auf der Strecke auch wieder konkurrenzfähiger.

(RP)