Lokalsport: Nico Hülkenberg peilt in Monza Podiumsplatz an

Lokalsport : Nico Hülkenberg peilt in Monza Podiumsplatz an

Vijay Mallya konnte das Rennen von Spa nur am Fernsehen verfolgen. Seine finanziellen, respektive juristischen Schwierigkeiten verhindern das Verlassen der britischen Insel. Nichtsdestotrotz meldete sich der extrovertierte Inder mittels des Kurznachrichtendiensts Twitter zu Wort. "Das ist wohl der stolzeste Moment in meiner Formel-1-Karriere", schreibt Mallya zur Tatsache, dass Force India an Williams vorbeigezogen ist und nun den vierten Platz in der Konstrukteurswertung inne hat.

Überhaupt hat der britisch-indische Rennstall einen echten Lauf. "Wir haben jetzt 89 Punkte seit dem Rennen in Monaco geholt", so Robert Fernley, stellvertretender Teamchef von Force India. "Aber wir werden jetzt nicht nachlassen. Es liegt noch ein weiter Weg vor uns und das Duell im Mittelfeld ist jetzt richtig eng geworden."

Am kommenden Wochenende steht der Große Preis von Italien auf dem Programm. Das Autodromo Nazionale di Monza ruft bei den Verantwortlichen von Force India Erinnerungen hervor. Denn 2009 holte Giancarlo Fisichella bei seinem Heimrennen die bis heute einzige Pole Position für das Team mit Hauptsitz in Silverstone. Für Nico Hülkenberg wird der Italien GP der 108. Start in der Königsklasse des Motorsports sein. Ein Podium ist ihm nach wie vor verwehrt geblieben. "Natürlich wurmt mich das", erklärt der Emmericher im Interview mit Motorsport-Total.com. "Natürlich will ich ein Podium."

In der langen Geschichte der Formel 1 gibt es im Übrigen nur noch drei weitere Fahrer, die mehr als 100 Rennen absolvierten und nie auf dem Podium standen: Adrian Sutil (128 GP), Pierluigi Martini (118) und Philippe Alliot (109). Da Hülkenberg der einzige zurzeit aktive Pilot ist, liegt es in seinen Händen, diese Rangliste zu verlassen. "Über allem steht der Fahrspaß. Ich liebe, was ich tue. Das macht mir Spaß. Und das Podium wird kommen - oder nicht kommen. Ich arbeite daran, aber ich bin nicht so verkrampft oder fokussiert darauf. Klar, da willst du hin und darauf arbeitest du auch hin. Vor allem ist es schwierig, wenn die Top-Sechs-Autos vorne fahren, weil die zu stark sind", gibt der Emmericher zu.

(tt)