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Motorsport: Nico Hülkenberg mit Bestzeit in Bahrain

Motorsport : Nico Hülkenberg mit Bestzeit in Bahrain

Der Emmericher Formel 1-Pilot ließ gestern zum Auftakt der Testfahrten auf der Wüstenpiste die Konkurrenz aufhorchen. Während viele Rivalen Probleme hatten, brachte der 26-Jährige seinen Force-India-Boliden auf Touren.

So etwas nennt man einen erfolgreichen Arbeitstag. Der Emmericher Formel 1-Pilot Nico Hülkenberg hat gestern zum Auftakt der achttägigen Testphase in Bahrain direkt schon einmal ein Ausrufezeichen gesetzt. Auf der 5,4 Kilometer langen Wüstenpiste, auf der sich die elf Teams auf den Auftakt der Weltmeisterschaft in Australien (Sonntag, 16. März) vorbereiten, legte der 26-Jährige in seinem Force-India-Boliden nachmittags in exakt 1:36,880 Minuten die Bestzeit hin. Dafür kann er sich zwar nichts kaufen. Doch schöne Grüße an die Konkurrenz sind ja auch schon mal was. "Ein sehr positiver und zufriedenstellender Tag", meinte Hülkenberg und strahlte dabei über das ganze Gesicht.

Und Rennstall-Besitzer Vijay Mallya darf sich offenbar berechtigte Hoffnungen machen, sein Geld gut investiert zu haben. Denn die Autos, die mit dem Mercedes-Turbomotor ausgerüstet sind, hinterließen gestern allesamt einen ausgezeichneten Eindruck. So folgten Ex-Weltmeister Lewis Hamilton (Mercedes Silberpfeil) und der Däne Keven Magnussen (McLaren Mercedes) auf den Rängen drei und vier. In diese Phalanx mit dem Stern konnte sich nur Ferrari-Pilot Fernando Alonso mit der zweitschnellsten Zeit einreihen.

Anderenorts gab's gestern noch viele lange Gesichter. Prominentestes Beispiel: Sebastian Vettel. Der Serien-Weltmeister schaffte am Ende zwar noch die fünftschnellste Zeit — bei satten dreieinhalb Sekunden Rückstand auf seinen Landsmann aus Emmerich. Doch Vettel musste vier Stunden warten, ehe er seine erste Runde auf dem "Bahrain International Circuit" drehen konnte. Zuvor hatten die Techniker den "RB 10"-Boliden einfach nicht in die Gänge bekommen — "Red Bull" wirkt zum jetzigen Zeitpunkt reichlich flügellahm. Auch die Ferrari-Ingenieure hatten zunächst Sorgenfalten auf der Stirn, ehe sich die Gesichter einige Stunden später aufhellen sollten. Denn Fernando Alonso war nur wenige Meter auf der Strecke, als sein roter Flitzer bereits Öl verlor und das Heck kräftig qualmte. Der Spanier sorgte somit für die erste Rote Flagge des Tages, schaffte es aber immerhin noch aus eigener Kraft an die Box zurück. Auch bei Nico Hülkenbergs ehemaligen Arbeitgebern lief gestern nicht alles nach Wunsch. Williams-Pilot Felipe Massa musste eine Zwangspause einlegen, weil sein Fahrzeug Reparaturbedarf am Benzinsystem hatte. Und Adrian Sutil, Nachfolger des 26-Jährigen beim Schweizer Sauber-Rennstall, leistete sich einen Fahrfehler und sorgte mit einem Dreher für eine Unterbrechung. Heute erhält Nico Hülkenberg die nächste Gelegenheit, knapp einen Monat vor dem Saisonstart für Aufsehen sorgen zu können.

Am Freitag und am Samstag ist sein Teamkollege Sergio Pérez an der Reihe — Force-India-Ersatzfahrer Daniel Juncadella bleibt diesmal außen vor.

(RP)