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Lokalsport: Nico Hülkenberg geht in Monza leer aus

Lokalsport : Nico Hülkenberg geht in Monza leer aus

Formel 1: Der Emmericher belegt beim Großen Preis von Italien den 13. Platz und bekommt dafür keine WM-Punkte. Der 30-Jährige war als 14. ins Rennen gegangen, nachdem er eine Grid-Penalty erhalten hatte.

Der Große Preis von Italien wurde für Nico Hülkenberg zu einem großen Reinfall. Der Emmericher verpasste mit seinem Renault die Punkteränge und beendete das Rennen im Königlichen Park von Monza auf dem 13. Rang. Bei sommerlichen Temperaturen und strahlendem Sonnenschein konnte Renault im gestrigen Rennen nicht gegen die Motorenpower der Konkurrenten mithalten.

Ganz anders sah es am Samstag aus - zumindest wettertechnisch. Heftiger Regen ging über dem Autodromo Nazionale di Monza nieder. Eigentlich Bedingungen, die Hülkenberg liegen sollten. Denn unter diesen Bedingungen holte er ja auch vor sieben Jahren in Brasilien seine bisher einzige Pole Position. Und im dritten freien Training konnte der Emmericher dann auch mit Platz drei ein Ausrufezeichen setzen.

Doch in der Qualifikation lief es nicht richtig. Nachdem Romain Grosjean im Haas durch Aquaplaning auf der Geraden abgeflogen war, wurde das Q1 für rund zweieinhalb Stunden unterbrochen. Als der Regen weniger wurde, begann der Reifenpoker. Regenreifen oder Intermediates war die Frage. "Wir hatten einen Satz Regenreifen, die sich gut angefühlt haben, damit hatten wir auch eine gute Pace bis zum Start vom Q2. Allerdings konnten wir am Ende die Pace mit den Intermediates nicht mehr liefern, als wir sie gebraucht hätten", berichtete Hülkenberg.

Somit kam der Emmericher auf Rang zwölf, musste aber von Startplatz 14 ins Rennen gehen, da er eine sogenannte Grid-Penalty erhielt, da gleich mehrere Komponenten am Motor seines Renaults gewechselt wurden. "Die Strafe war wohl unvermeidbar", so Hülkenberg. Auch wenn die Qualifikation für den Emmericher sicherlich nicht nach Wunsch lief, behielt er doch seine weiße Weste gegenüber dem Teamkollegen. In allen 13 Qualifyings in dieser Saison war Hülkenberg schneller als Jolyon Palmer. Eine so klare Dominanz eines Fahrers wie sie bei Renault herrscht, gibt es in keinem anderen Rennstall der Formel 1.

Nach dem Start im Rennen machte Hülkenberg direkt zwei Plätze gut und ordnete sich auf Platz zwölf ein. Da das Qualifying im Regen stattfand, hatten alle Teams die freie Reifenwahl beim Rennen. Hülkenberg entschied sich für supersofte Reifen. Der Emmericher steuerte als erster Fahrer des gesamten Feldes die Box an. Schon in Runde zehn wurde auf Softreifen gewechselt. Trotz einer guten Standzeit von 2,9 Sekunden kam er als 18. zurück auf die Strecke. Nach dem Reifenwechsel gab es vom Renault-Piloten gleich mehrere Funksprüche: Zum einen beklagte er sich über fehlende Balance auf den Softreifen, zum anderen seien Verzögerungen erkennbar beim Aufladen der Batterie. "Du machst Fortschritte", lautete die beruhigende Antwort vom Kommandostand.

Wirkliche Fortschritte waren aber kaum mehr drin. Kurzzeitig ging es noch einmal vor bis auf Position elf. Doch diese Platzierung konnte Hülkenberg nicht halten. "Ich habe die ganze Zeit im Verkehr gehangen und konnte nichts mehr machen", so Hülkenberg. "Als ich einmal zwei freie Runden hatte, hat sich das dann gleich ganz gut angefühlt."

(RP)