Motorsport: Nico Hülkenberg freut sich auf Suzuka

Motorsport : Nico Hülkenberg freut sich auf Suzuka

Für den Emmericher ist der Große Preis von Japan "ein großartiger Ort, um ein Formel 1-Auto zu fahren". Er will mit Force India auf dem 5,807 Kilometer langen Kurs Platz fünf in der Konstrukteurswertung verteidigen.

Nico Hülkenberg ist ausgewiesener Fan von japanischem Essens - besonders von Teppanyaki, den Gerichten, die auf einer Stahlplatte zubereitet werden. Kein Wunder, dass er sich immer über den Abstecher der Formel 1 ins Land der aufgehenden Sonne freut. Doch nicht nur das kulinarische Angebot hat es dem Emmericher angetan. "Die Fans zeigen wirklich ihre Liebe zu den Teams und Fahrern. Sie sind sehr nett und respektvoll", sagt der 27-Jährige. "Wenn wir vom Hotel zur Strecke fahren, stehen die Fans immer an den Straßenseiten und winken uns mit beiden Händen zu."

Aber nicht nur die Atmosphäre schätzt der Emmericher. Ihm gefällt auch, dass beim Großen Preis von Japan in Suzuka das fahrerische Können gefordert ist. "Suzuka ist eine der besten Strecken im ganzen Jahr", sagt der Force India-Pilot. "Ich denke, es ist ziemlich ähnlich zu Spa, wenn man das Gefühl im Auto beschreiben soll. Es ist einfach ein großartiger Ort, um ein Formel 1-Auto zu fahren. Das macht ziemlich viel Spaß."

Speziell die S-Kurven gelten im Fahrerlager als höchst anspruchsvoll. "Nur wenn man die richtige Balance findet, kann man in den langgezogenen Kurven schnell sein", meint Hülkenberg. Und schnell sollte Force India an diesem Wochenende sein. Nachdem in Singapur der fünfte Platz in der Konstrukteurswertung zurückerobert werden konnte, beträgt der Vorsprung vor McLaren gerade einmal fünf Punkte. Die Platzierung in der Team-WM hat nur an zweiter Stelle Prestigegründe. Jeder Platz weiter vorne bedeutet gleich einen zusätzlichen Geldsegen von mehreren Millionen Dollar, der am Ende der Saison von Bernie Ecclestone ausgeschüttet wird. Gerade für ein Privat-Team wie Force India geht es in der Wertung auch um eine stabile wirtschaftliche Lage in der kommenden Saison.

Auch wenn es für Teamchef Vijay Mallya als Privatperson wirtschaftlich momentan nicht so gut läuft - er flog aus der Forbes-Liste der reichsten 100 Inder - scheint Force India in dieser Saison mit dem Budget keine Schwierigkeiten zu haben. Dies zeigt nicht zuletzt die Tatsache, dass fünf Rennen vor Saisonende nochmal ein Update-Paket ans Auto gebracht wurde.

"Der Grund dafür, dass ich jetzt noch Entwicklung erlaube, ist, dass alle Entwicklungen ins nächstjährige Auto mitgenommen werden können", sagte Mallya gegenüber dem Motorsport-Magazin. Nun müssen die aerodynamischen Neuerungen auf dem 5,807 Kilometer langen Kurs auf der japanischen Hauptinsel Honsh auch fruchten.

(RP)
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