Nico bester deutscher Fahrer

Nico Hülkenberg hat das gestrige Regen-Rennen von Malaysia auf Platz neun beendet und damit die ersten Punkte in der neuen Formel 1-Saison gesammelt. Der Emmericher erreichte das Ziel vor Weltmeister Sebastian Vettel.

Nico Hülkenberg hat gestern eine Premiere in seiner noch jungen Formel 1-Laufbahn gefeiert. Erstmals erreichte der Emmericher beim "Großen Preis von Malaysia" als bester deutscher Fahrer das Ziel. Der Force-India-Pilot landete auf Rang neun und sammelte damit seine ersten beiden Punkte in der neuen Saison.

Ansonsten gab's im deutschen Fahrerlager ausnahmslos lange Gesichter. Der siebenfache Weltmeister Michael Schumacher, der sich am Samstag in der Qualifikation Startplatz drei gesichert hatte, leistete sich zu Beginn des Rennens einen Fahrfehler und musste sich mit Platz zehn begnügen. Und Nico Hülkenberg konnte sich gestern auch den amtierenden Champion Sebastian Vettel im Rückspiegel betrachten. Der Red Bull-Pilot hatte Probleme mit dem Hinterreifen und ging schließlich als Elfter gänzlich leer aus – Vettels schlechteste Platzierung seit August 2010. Damals war der Titelverteidiger in Belgien auf Platz 15 gelandet. Ebenfalls keine Punkte gab's gestern für Nico Rosberg (Rang 13) und Timo Glock (17).

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Auf der Rennstrecke in Sepang untermauerte Nico Hülkenberg einmal mehr seinen Ruf als Regenspezialist. Der 24-Jährige, der am Samstag im Qualifying eine schwache Vorstellung geliefert hatte und von Platz 16 aus ins Rennen gegangen war, arbeitete sich auf der nassen Fahrbahn kontinuierlich nach vorne. Bereits in der neunten Runde war der zweite WM-Lauf wegen eines Monsunregens unterbrochen worden.

Der Emmericher fühlt sich zurzeit stark an die Geschehnisse aus seiner ersten Formel 1-Saison erinnert: "Momentan läuft's wie 2010. Damals bin ich zum Auftakt in Melbourne ebenfalls in der ersten Runde ausgeschieden und dann in Malaysia Zehnter geworden. Diesmal hat's sogar noch etwas besser geklappt."

Nico Hülkenberg, dessen Teamkollege Paul di Resta gestern den siebten Platz erreichte und Force India damit sechs Punkte für die Teamwertung bescherte, sprach auch die Probleme an, die sein Rennstall in der Anfangsphase der Saison offenkundig hat. "Wir haben in Sachen Speed noch ein paar Hausaufgaben zu erledigen. Wir müssen im Windkanal zusätzlich Gas geben und einfach eine Schippe drauflegen." Die Rennställe Williams und Sauber, mit denen Force India um den fünften Platz in der Gesamtwertung konkurriert, haben im Bereich Geschwindigkeit noch leicht die Nase vorn.

(RP)