Lokalsport: Neuer Teilnehmerrekord beim Volkslauf

Lokalsport : Neuer Teilnehmerrekord beim Volkslauf

Die 16. Auflage des Halderner Laufspektakels stößt auf große Resonanz. 954 Sportler sind auf den Strecken am Start und sorgen für eine neue Bestmarke. Die größte Mannschaft bildet die Lebenshilfe Unterer Niederrhein.

Abkühlung gab es für die Athleten unter mobilen Duschen. Foto: Thorsten Lindekamp

Beim "Lebenshilfe-Lauf" über 5000 Meter durfte natürlich auch der neue Geschäftsführer des Namensgebers nicht fehlen. Wie 270 weitere Mitstreiter hatte sich Stefan Töller zum 50-jährigen Bestehen der Einrichtung das leuchtend neon-orangene Trikot der Lebenshilfe Unterer Niederrhein übergestreift. "Wir wollten erst in Pink laufen, haben uns dann aber doch für orange entschieden", sagte der ambitionierte Hobbyläufer, nachdem er zuvor schon den Zwölf-Kilometer-Lauf absolviert hatte.

Ron Franke von den Lauffreunden HADI Wesel (re.) kam über 5000 Meter als 22. ins Ziel. Teamkollege Dennis Fest (2. von rechts) belegte Rang 21. Foto: Michael Schwarz

Die große Lebenshilfe-Gruppe, zu der auch 50 Lehrer und Schüler des Reeser Gymnasiums Aspel gehörten, trug maßgeblich zum neuen Teilnehmerrekord bei der 16. Auflage des Halderner Volkslaufes bei. "Und das schon zum dritten Mal in Folge", sagte Organisator Mike Hockert über die weiter gestiegene Resonanz. 954 Athleten hatten sich in die Starterlisten eingetragen. Ebenfalls wieder stark vertreten war das Team Holemans, das 240 Aktive in schwarzen T-Shirts auf die Strecke schickte.

Inzwischen etabliert sind auch die Rollstuhlfahrer beim Volkslauf. Mit 20 Meldungen zeigt die Tendenz hier ebenfalls weiter nach oben. Nachdem die Rollstuhlfahrer - angefeuert von den Zuschauern - ihre Runde gedreht hatten, kehrten wenig später auch schon die ersten Läufer des 12 Kilometer-Laufes rund ums Reeser Meer zurück.

Heinz van Dongen vom TSV Weeze überquerte in 43:18 Minuten als Erster die Ziellinie, gefolgt von einem Duo des Bataver Lauftreffs aus Emmerich. Heiner Wardemann (43:54) holte sich den zweiten Platz vor seinem Teamkollegen Lukas Indicianskis (44:31). "Es lief einfach gut. Die Bedingungen waren optimal. Das war perfektes Läuferwetter", sagte Wardemann, der anschließend auch noch die 5000 Meter in Angriff nahm. Der Landwirt aus Hüthum hat erst vor drei Jahren mit dem Sport angefangen. "Wenn ich Zeit zum Training habe, laufe ich meistens bei uns über den Deich oder in Richtung Niederlande."

Ingo Grewer vom Weseler TV lief das erste Mal in Haldern und nutzte die Veranstaltung als Generalprobe für den Triathlon am kommenden Wochenende in Wissel. "Als ich im Internet von der Hölle von Haldern las, hatte ich zunächst doch ein wenig Respekt", sagte Grewer. "Ich habe dann aber auf die Wettervorhersage geschaut. Und die versprach ja zum Glück angenehme Temperaturen." Sein Ziel, unter einer Stunde zu bleiben, schaffte der Weseler dann auch in einer Zeit von 58:03 Minuten.

Als schnellste Frau über die zwölf Kilometer kam Melina Buil (50:20) ins Ziel im Lindenstadion und wurde dort von den beiden Moderatoren Christian Wissing und Tobias Heynen begrüßt. Wer wollte, konnte sich nach dem Lauf gleich auf die Massagebank legen. Die drei Liegen des Teams um Ilona Braam-Geerts waren dann auch zumeist durchgehend belegt.

329 Teilnehmer wollten über 5000 Meter dabei sein. An der Spitze gab es ein spannendes Rennen. Letztlich siegte Dennis Juchniewski (16:28 Minuten) von der Lebenshilfe vor Mindaugas Minevicius (16:37, Bataver Lauftreff), Jens van Bernum (16:58, TV Rees) und Heiner Wardemann (17:42). Dass aber längst nicht nur Zeiten zählen, bewiesen auch in diesem Jahr wieder einige Teilnehmer aus dem gerade beendeten Anfängerkursus des Halderner Lauftreffs. "Das ist ein unglaubliches Gefühl", sagte Sandra Kösters nach ihrer Premiere über die 5000 Meter. "Daran hatte ich vor zwölf Wochen nie geglaubt." Die Haldernerin, die von ihrem Mann Reiner auf der Strecke unterstützt wurde, kam letztlich nach 38:03 Minuten überglücklich ins Ziel. Natürlich war auch wieder der Nachwuchs im Einsatz. Die jüngsten Teilnehmer durften sich auf der 400-Meter-Runde beim Bambini-Lauf austoben, anschließend starteten Schülerläufe über 1000 und erstmals auch über 2500 Meter.

Dass sich alle Aktiven und Besucher einmal mehr pudelwohl beim Halderner Volkslauf fühlten, dafür sorgten etliche Helfer auf und neben der Strecke. "Es sind hier immer unglaublich viele Leute, die sich engagieren", sagte der Reeser Bürgermeister Christoph Gerwers, der auch selbst wieder die Laufschuhe angezogen hatte und die 5000 Meter in 28:16 Minuten absolvierte.

(RP)
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