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Lokalsport: Müller will die "Grüne Hölle" bezwingen

Lokalsport : Müller will die "Grüne Hölle" bezwingen

Motorsport: Zum dritten Mal nach 2014 und 2017 startet Rennfahrer Alex Müller aus Rees am kommenden Wochenende beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring. Mit dem Porsche 911 des Frikadelli-Teams peilt er die Top Acht an.

Das größte Autorennen der Welt nennt der veranstaltende ADAC Nordrhein das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring. Mit 150 Autos, rund 600 teilnehmenden Fahrern und den erwarteten 200.000 Zuschauern liegt der Ausrichter damit sicherlich nicht falsch. Auch die Rennstrecke hat es in sich: Etwa 25 Kilometer lang ist die Kombination aus der altehrwürdigen Nordschleife und dem Grand-Prix-Kurs des Nürburgrings. Allein die Nordschleife, im Jahr 1927 eröffnet, umfasst schon 73 Kurven. Der Höhenunterschied zwischen dem niedrigsten und dem höchsten Punkt der Strecke beträgt 290 Meter. Der Schotte Sir Jackie Stewart, dreimaliger Formel-1-Weltmeister, taufte die Strecke einst auf den Namen 'Grüne Hölle'.

Das Fahrerfeld für die 46. Auflage des 24-Stunden-Rennens umfasst Teilnehmer aus 35 verschiedenen Ländern - von Australien und Neuseeland über Südkorea, Japan und China bis hin zu Mexiko, Argentinien und Brasilien.

Mittendrin: Alex Müller aus Rees. Er geht für das Frikadelli Racing Team an den Start, das nicht zuletzt wegen des Fleisch- und Biersponsors Kultstatus bei den zahlreichen Fans an der Nordschleife genießt. Im Team des Bonner Unternehmers und Hobby-Rennfahrers Klaus Abbelen fährt Alex Müller einen Porsche 911 GT3 R, den er sich mit dem Duisburger Lance David Arnold sowie den beiden Porsche-Werksfahrern Matt Campbell aus Australien und Wolf Henzler aus dem schwäbischen Nürtingen teilt. Die Konkurrenz ist stark, nicht nur aus dem Lager der weiteren Porsche-Teams. Auch Aston Martin, Audi, BMW und Mercedes-AMG sind mit hochkarätig besetzten Teams, teilweise mit Profi-Rennfahrern aus der DTM und anderen namhaften Serien, mit dabei.

"Ich glaube, dass wir gut aufgestellt sind", sagt Alex Müller. "Wir haben in der Vorbereitung die ersten zwei Rennen der Langstreckenmeisterschaft sowie das Sechs-Stunden-Qualifikationsrennen bestritten. Dort konnten wir viele Dinge ausprobieren, so dass wir vielleicht auch mal das eine oder andere Problem hatten, aber dadurch sind wir jetzt für das 24-Stunden-Rennen in einer guten Position."

Ein wichtiger Faktor im Hinblick auf einen Erfolg sind die Reifen. Seit Ende des vergangenen Jahres kooperiert das Frikadelli-Team mit Dunlop als Reifenpartner. "Da galt es erst einmal, Erfahrungen zu sammeln. Insgesamt haben wir zwölf Tage mit Reifentests verbracht", sagt Müller. "Es wäre sicherlich unrealistisch, zu sagen, dass wir jetzt auf Anhieb in die Top Drei fahren. Schließlich gibt es Teams, die schon seit einigen Jahren mit Dunlop unterwegs sind und daher viel mehr Erfahrung haben. Aber Platzierung unter den ersten Acht sollte auf jeden Fall möglich sein."

Wie so oft auf dem Nürburgring muss während den Trainingssitzungen am Donnerstag und Freitag und im Rennen, das am Samstag um 15.30 Uhr gestartet wird, mit wechselhaften Witterungsbedingungen gerechnet werden. "Vor allem in der Nacht soll es ganz schön kalt werden. Es sind ja schließlich die Eisheiligen", sagt Müller. "Da freut man sich, wenn man im Lkw schlafen kann."

Der TV-Sender Nitro überträgt das Rennen. Außerdem sendet RTL im Rahmen der Berichterstattung des Formel-1-Rennens in Barcelona auch Zusammenfassungen des 24-Stunden-Rennens aus der Eifel.

(rebo)