Motorsport Formel 1 Nico Hülkenberg

Motorsport : Hülkenbergs Rennen zum Vergessen

Motorsport: Beim Großen Preis von Aserbeidschan läuft es für den Emmericher nicht. Er belegt am Ende einen enttäuschenden 14. Rang.

Der Altstadtkurs von Baku bleibt für Nico Hülkenberg ein schlechtes Pflaster. Der Renault-Rennstall erlebte dann auch ein riesiges Desaster. Nachdem er in den vergangenen beiden Jahren nach Fahrfehlern ausschied, sah der Emmericher dieses Mal beim Großen Preis von Aserbaidschan immerhin die Zielflagge. Er beendete das Rennen auf Platz 14. Da vier Fahrer den Grand Prix nicht zu Ende fahren konnten, wurde Hülkenberg somit als Drittletzter abgewinkt. Nur die beiden unterlegenen Williams platzierten sich noch hinter dem Renault von Hülkenberg.

Was sich schon im zweiten und dritten Training andeutete, wurde im Qualifying zur Gewissheit. Hülkenberg hatte große Probleme auf dem Stadtkurs von Baku. Die Qualifikation beendete der Emmericher auf einem enttäuschenden 18. Rang.

„Das war ein relativ überschaubarer Tag“, sagte Hülkenberg direkt nach seinem Aus im Q1 am Mikrofon des Fernsehsenders Sky. Rhythmus und Harmonie mit seinem Wagen hätten an diesem Wochenende nicht gepasst, so der 31-Jährige. „Wenn man das Vertrauen als Fahrer nicht hat auf so einer Strecke wie hier, dann ist es relativ schwierig“, resümierte der Emmericher, der zudem beklagte, dass die Reifen am Renault nicht ins Arbeitsfenster kamen, in denen sie funktionieren würden.

Hinzu kam, dass Hülkenberg bei seinem ersten Versuch im Qualifying Pech hatte. Als er auf seiner ersten gezeiteten Runde war, verbremste sich Lewis Hamilton. Aufgrund der geschwenkten Gelben Flaggen musste Hülkenberg vom Gas gehen. Seine zweite schnelle Runde verbaute er sich selbst, da ihm ebenfalls ein Verbremser unterlief.

„Dann wird es natürlich immer enger, immer schwieriger und man ist so ein bisschen hinterher“, so Hülkenberg. „Ich glaube, es kam halt alles ein bisschen zusammen und deswegen war es nicht gut.“ Nicht nur wegen des schlechten Qualifyings ging der Emmericher dann auch nicht unbedingt optimistisch ins Rennen. „Es wird mit Sicherheit nicht einfach“, meinte Hülkenberg. „Wir haben jetzt das ganz Wochenende nie geglänzt vom Speed her.“

Der fehlende Speed zeigte sich dann auch im Rennen. Hülkenberg ging von Platz 15 in den Grand Prix, weil einige Fahrer Strafen erhielten. Nach der ersten Runde schob sich Hülkenberg um eine Position nach vorne. Doch schnell wurde deutlich, nur ein absolutes Chaosrennen würde die Möglichkeit bringen, dass er in die Punkte hätte fahren können. Dies sollte aber nicht passieren, so dass Hülkenberg mit seiner Zwei-Stopp-Strategie immer weit entfernt von den Punkten blieb.

„Ich hatte zu keinem Zeitpunkt im Rennen die Mittel, irgendwie Boden gutzumachen“. lautete Hülkenbergs erstes Statement. „Das war wirklich ein Wochenende zum Vergessen. Es bleibt ein riesiges Fragezeichen, wo die Performance war.“