1. NRW
  2. Städte
  3. Emmerich
  4. Sport

Handball: "Mittelfristig zurück in die Landesliga"

Handball : "Mittelfristig zurück in die Landesliga"

Der Männerwart der Handball-Spiel-Gemeinschaft Haldern/Mehrhoog/Isselburg befindet sich auf Trainersuche. Der neue Mann übernimmt eine schlagkräftige Mannschaft, die sein Vorgänger Rolf Paschmann geformt hat.

Herr Nehling, als Männerwart der Handball-Spiel-Gemeinschaft Haldern/Mehrhoog/Isselburg haben Sie zurzeit eine schwierige Aufgabe. Wie gestaltet sich die Suche nach einem neuen Trainer für das Bezirksliga-Team ?

Nehling Wir haben schon Gespräche mit geeigneten Kandidaten geführt. Und ich gehe davon aus, dass wir in der nächsten Zeit den neuen Mann vorstellen können. Schließlich wollen auch unsere Spieler wissen, woran sie in Zukunft sind.

Rolf Paschmann hat sehr erfolgreiche Arbeit geleistet und aus einem Abstiegskandidaten ein Team geformt, das sich mittlerweile auch vor den Spitzenmannschaften nicht verstecken muss. Hat es Sie überrascht, dass er aufhört ?

nehling Ich muss ehrlich zugeben, dass ich insgeheim mit einer solchen Entscheidung gerechnet hatte. Wir sind Rolf sehr dankbar für das, was er für unseren Verein geleistet hat und aktuell immer noch leistet. Aber man kann die Entwicklung auch in einem positiven Licht sehen. Schließlich kommen alte Besen zwar ganz gut in die Ecken. Dafür kehren neue Besen bekanntlich gut.

Paschmann hat immer wieder auf die mangelnde Trainingsbeteiligung hingewiesen. Lässt sich an diesem Manko überhaupt etwas ändern ?

nehling Auf der einen Seite muss man berücksichtigen, dass einige unserer Spieler aus beruflichen Gründen speziell dienstags nicht zum Training kommen können. Darauf haben wir auch die möglichen Nachfolger hingewiesen. Andererseits können in Zukunft mehr Spieler aus unserer A-Jugend und der zweiten Mannschaft an den Übungseinheiten teilnehmen. Und schließlich bleibt immer noch die Möglichkeit, gezieltes Einzeltraining zu machen, wenn nur wenige Leute in der Halle sind.

Die Entwicklung der ersten Mannschaft ist sehr positiv. In den vergangenen Jahren war stets Zittern um den Klassenerhalt angesagt. Jetzt hat das Team eine starke Hinserie mit 14:8-Punkten hingelegt. Ist noch mehr möglich ?

Nehling Man sollte nicht allzu euphorisch sein und die Dinge in aller Ruhe angehen. Aber wie es im Moment aussieht, können wir mittelfristig durchaus die Rückkehr in die Landesliga in Angriff nehmen. Unser Verein leistet eine gute Nachwuchsarbeit, so dass wir auch in Zukunft starke Talente an den Seniorenbereich heranführen können.

Sie waren jahrelang als Kreisläufer unverzichtbar für die Mannschaft und haben noch mit ihrem Sohn Mauryn gemeinsam gespielt. Wagen Sie bald wieder ein sportliches Comeback ?

nehling Das schließe ich aus. Ich bin jetzt 46 Jahre alt. Da ist es an der Zeit, sich um andere Aufgaben wie beispielsweise die Trainersuche zu kümmern.

Die Brüder Klaus und Sven Buil hatten zwischenzeitlich beim späteren Verbandsliga-Absteiger HSG Wesel eine neue Herausforderung gesucht, sind aber schnell wieder zurückgekehrt. Gehen Sie davon aus, dass diesmal die Mannschaft komplett zusammenbleibt ?

nehling Das wäre natürlich sehr wünschenswert, kann ich aber noch nicht sagen. Ich werde in den nächsten Tagen mit den Spielern sprechen und werde ihnen dann eventuell auch schon den künftigen Trainer vorstellen können. In jedem Fall gehe ich aber davon aus, dass wir auch in der nächsten Saison eine schlagkräftige Mannschaft ins Rennen schicken, die nichts mit dem Abstiegskampf zu tun hat.

Werden die Fans der "Vereinigten" vielleicht auch den einen oder anderen Neuzugang begrüßen können ?

Nehling Ausgeschlossen ist das nicht. Ich will mich mal so ausdrücken: Gute Handballer, die gerne für uns spielen möchten, sind herzlich willkommen.

DAS GESPRÄCH FÜHRTE VOLKER HIMMELBERG

(him)