Fußball: Mit Rückenwind ins Lokalderby

Fußball : Mit Rückenwind ins Lokalderby

Fußball-Bezirksliga: Nachdem der SV Vrasselt und der RSV Praest zuletzt Siege einfahren konnten, wollen die Nachbarn im Emmericher Süden den positiven Trend nun fortsetzen.

Dass der SV Vrasselt als Schlusslicht am Sonntag (15 Uhr) ins Bezirksliga-Derby gegen den RSV Praest geht, konnten die Blau-Weißen gerade noch vermeiden. Am vergangenen Sonntag lag die Mannschaft von Trainer Sascha Brouwer bereits mit 0:2 bei der DJK Vierlinden zurück, drehte aber mit einer Energieleistung noch das Spiel. Niklas König ließ sein Team mit einem Last-Minute-Treffer zum 3:2 jubeln.

Kein Wunder, dass die Stimmung im Lager des SVV, der sich mit jetzt vier Punkten auf Rang 14 verbessern konnte, während der Woche dann auch deutlich gelöster war. „Klar, der Sieg hat natürlich richtig gut getan und gibt uns neue Sicherheit. Bei einer weiteren Niederlage wäre der Druck schon sehr hoch gewesen“, hofft Brouwer nun, dass sein Team den Rückenwind aus dem ersten Saisondreier ins Derby mitnehmen wird. Positiv stimmt den Übungsleiter außerdem, dass sich die personelle Situation inzwischen deutlich gebessert hat. „Wir waren während der Woche 18 bis 20 Leute beim Training, damit lässt sich einfach auch besser arbeiten“.

Einen schwerwiegenden Ausfall gibt es allerdings am Sonntag. Florian Wirtz befindet sich im Urlaub. „Das ist nicht einfach zu kompensieren. Florian hat sich zu einem absoluten Führungsspieler entwickelt“, bedauert Brouwer, dass der Mittelfeldakteur im Lokalderby nicht mitwirken kann. Des Weiteren befinden sich Joel Manoch, Maik Boch und Nick Hellebrand auf einer Klassenfahrt.

„Bei einem kleinen Mannschaftsabend nach dem Freitagtraining haben wir uns auf das Spiel schon mal eingeschworen“, fiebert Brouwer dem Duell im Emmericher Süden entgegen, das wohl auf dem Kunstrasenplatz ausgetragen wird.

„Es ist Derbyzeit, damit ist eigentlich alles gesagt“, erwartet auch RSV-Trainer Roland Kock ein wie immer intensives Match zwischen den beiden Nachbarn vor einer sicherlich wieder sehr ansehnlichen Kulisse. „Es wäre natürlich schön, wenn wir mal wieder drei Punkte holen könnten“, meint der Coach der Schwarz-Gelben angesichts von drei Unentschieden und einem Vrasselter Sieg in den beiden vergangenen Jahren.

Auf eine absolut ausgeglichene Bilanz kommt der RSV in der bisherigen Saison. Jeweils zwei Siege und Niederlagen und ein Remis bei einem Torverhältnis von 8:8 lautet die Ausbeute. Zuletzt gab es einen 2:0-Erfolg gegen die DJK TuS Stenern. „Das war in Ordnung, weil wir am Ende die Punkte geholt haben. Allerdings müssen wir weiter an allen Schrauben drehen und besseren Fußball spielen. Wir müssen noch mehr Leidenschaft zeigen, aber in den entscheidenden Momenten auch einen kühlen Kopf bewahren“, wünscht sich der RSV-Trainer. „Der Sieg zuletzt hat den Vrasseltern sicherlich auch neue Kraft gegeben“.

Nils Rütjes wird dem RSV aufgrund eines Bänderrisses weiter fehlen. „Er hätte natürlich wahnsinnig gerne gespielt“, so Kock. Bekanntlich war der Offensivspieler zur aktuellen Saison aus Vrasselt zum RSV gewechselt und hatte in den ersten Partien gezeigt, dass er eine Verstärkung für die Schwarz-Gelben ist. Ebenso ausfallen werden Marvin Schwarz (Kreuzbandriss), Fabian Meyer, Maveric Hülsmann (beide Knieprobleme) und Daniel Zwiekhorst (beruflich verhindert). Ein Fragezeichen steht zudem hinter dem Einsatz von Mike Wezendonk, der gegen Stenern ausgewechselt werden musste und in den vergangenen Tagen an einer Blockade im Gesäßmuskel laborierte. Wieder zurück im Kader ist Erdal Dag, der zuletzt wegen Rückenschmerzen passen musste.