Motorsport: Mit neuer Motivation ins Heimrennen

Motorsport : Mit neuer Motivation ins Heimrennen

Hülkenberg: Zum Heimrennen in Le Castellet rückt Renault erneut mit einigen Upgrades an.

Rechtzeitig vor dem Heimrennen in Frankreich scheint man bei Renault die Kurve bekommen zu haben. Zuletzt in Kanada konnten Daniel Ricciardo und Nico Hülkenberg nach einigen enttäuschenden Rennen auf die Plätze sechs und sieben fahren. Die 14 Punkte bedeuteten in der Konstrukteurswertung einen Sprung von Platz acht auf fünf.

„Wir haben es geschafft, uns von einem enttäuschenden Saisonstart zu erholen“, konstatierte Renault-Teamchef Cyril Abiteboul nach den Tagen in Montreal. „Die Ergebnisse und das Motoren-Upgrade sollten uns jetzt neues Selbstvertrauen geben“. Den Aufschwung fortsetzen möchte auch Nico Hülkenberg: „Endlich hatten wir mal wieder ein glattes und sauberes Wochenende und konnten Punkte einfahren. Das war jetzt hoffentlich der Wendepunkt“.

In Le Castellet wird das französische Werksteam gleich mehrere Weiterentwicklungen am Chassis an den Start bringen. „Wir haben jetzt einige Upgrades, die die Leistung des Autos weiter erhöhen“, ist der Emmericher optimistisch, den Abstand zu den Topteams verringern zu können. Dass er in der Vergangenheit durchaus auch bei einem dieser hätte landen können, bestätigte der 31-Jährige jetzt im offiziellen Formel-1-Podcast Beyond the Grid. So seien die Verhandlungen mit Ferrari im Sommer 2013 weit fortgeschritten gewesen. „Ich glaube, dass es damals eine realistische Chance gegeben hat, ei-ne ganze Zeit lang. Aber leider kam es nicht dazu“, bedauert Hülkenberg. Woran der Deal schlussendlich gescheitert sei, wisse er nicht.

Die Gegenwart für den Emmericher heißt aber Renault und am Wochenende sind die Augen im zweiten Rennen nach der Rückkehr auf den französischen Kurs ganz besonders auf die schwarz-gelben Boliden gerichtet. Die Atmosphäre sei schon im letzten Jahr toll gewesen und werde das Team sicherlich wieder besonders motivieren, so Hülkenberg.

„Der Kurs hat auch einen schönen Flow und sein Charakter ähnelt dem in Montreal, mit langen Geraden, und harten Bremszonen. Sektor eins ist allerdings eng, da war es im vergangenen Jahr beim Rennen recht aufregend“.

Der Circuit Paul Ricard ist eine der längeren Strecken im Rennkalender. Mit drei Geraden und 15 teils schnellen Kurven erwartet die Fahrer in Le Castellet ein Hochgeschwindigkeitskurs. Kurve zehn wird mit bis zu 300 Stundenkilometern durchfahren und ist damit eine der schnellsten in dieser Saison. Im vergangenen Jahr gewann Weltmeister Lewis Hamilton, Nico Hülkenberg landete auf dem neunten Platz.

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