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Tischtennis: Mit "Angriffslust" zur Meisterschaft

Tischtennis : Mit "Angriffslust" zur Meisterschaft

Tischtennis-Verbandsligist TTV Rees-Groin hat eine (fast) perfekte Hinrunde gespielt. Im neuen Jahr möchte die Mannschaft den Tabellenführer Borussia Münster noch abfangen, um den direkten Aufstieg in die Oberliga zu schaffen.

Abgesehen von zwei Daten wird das Jahr 2013 den Spielern des Tischtennis-Verbandsligisten TTV Rees-Groin in bester Erinnerung bleiben. Der 4. Mai ist längst Geschichte und abgehakt. An jenem Samstag ging die "Mission Oberliga" in die Hose — die Mannschaft verlor in eigener Halle das entscheidende Relegationsspiel gegen den TuS Brake mit 7:9.

 Das große Ziel Oberliga dicht vor Augen: Jörn Franken (l.), Spitzenspieler des TTV Rees-Groin, und Neuzugang Wolfgang Gerth möchten im neuen Jahr nichts mehr anbrennen lassen.
Das große Ziel Oberliga dicht vor Augen: Jörn Franken (l.), Spitzenspieler des TTV Rees-Groin, und Neuzugang Wolfgang Gerth möchten im neuen Jahr nichts mehr anbrennen lassen. Foto: mvo

Gravierende Folgen könnte allerdings auch noch die Niederlage haben, die der TTV Rees am 19. Oktober einstecken musste. Beim Angstgegner TSV Marl-Hüls hatte das Sextett um Spitzenspieler Jörn Franken mit 6:9 das Nachsehen — der einzige Ausrutscher in einer ansonsten perfekten Hinrunde. Nach der ersten Saisonhälfte lässt sich folgendes Fazit ziehen: Spitzenreiter Borussia Münster und der TTV Rees-Groin sind zu stark für den Rest der Liga und machen die Meisterschaft unter sich aus.

Allerdings startet der Oberliga-Absteiger mit einem Vorteil in die Rückserie. Die beiden Top-Teams trennten sich im Hinspiel in Rees mit 8:8 — ansonsten haben sich die Münsteraner noch keinen Punktverlust geleistet. Trotz dieser etwas ungünstigen Konstellation gibt's für den TTV Rees nur ein Ziel: Am 5. April soll nach dem Nachbarschaftsduell bei Weiß-Rot-Weiß Kleve die große Meister-Party steigen.

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"Wir sind sehr angriffslustig. Nach den Erfahrungen, die wir im Mai gemacht haben, müssen wir uns eine Relegation nicht unbedingt noch einmal antun. Deshalb konzentrieren wir uns auf Platz eins", versichert Jörn Franken. Kampfgeist und Optimismus — klingt nach einer guten Mischung. Wobei die Zuversicht gute Gründe hat. Denn die Hinrunden-Bilanz der Reeser Spieler kann sich sehen lassen. Jörn Franken spielt eine tadellose Saison. Die Reeser Nummer eins hat 17 von 21 Einzeln im oberen Paarkreuz gewonnen — besser geht's kaum.

Sein jüngerer Bruder Carsten entschied an Position drei 13 von 17 Matches für sich. Einziger Makel: Ausgerechnet im Gipfeltreffen mit Borussia Münster gab er zwei Punkte ab. Den Topwert kann Neuzugang Wolfgang Gerth vorweisen, der aus gesundheitlichen Gründen die ersten Spiele verpasst hatte. Der 40-Jährige, der an Position vier geführt wird, hat nur eins von bislang zehn Einzeln verloren. Der ehemalige Flürener ist nicht nur deshalb so wertvoll für den Titelaspiranten. "Wolfgang ist mit all' seiner Erfahrung auch in heiklen Situationen die Ruhe selbst. Das wirkt sich sehr positiv auf die Nerven seiner Mitspieler aus — mich eingeschlossen", erklärt Franken.

So lautet die Reeser Rechnung, die nach Möglichkeit im neuen Jahr aufgehen soll: Bereits am Samstag, 18. Januar, steht in Münster das zweite Aufeinandertreffen der beiden Topfavoriten auf dem Programm. Mit einem Sieg in der Höhle des Löwen wäre ein Riesenschritt in Richtung Oberliga gemacht.

Jörn Franken: "Und dann hoffen wir natürlich darauf, dass sich Borussia Münster diesen einen Ausrutscher, den wir schon hinter uns haben, auch noch leistet."

(RP)