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Lokalsport: Michal Szczepinski lässt den RSV jubeln

Lokalsport : Michal Szczepinski lässt den RSV jubeln

Fußball: Die Praester gewinnen das Heimspiel in der Bezirksliga gegen den Tabellensechsten SV Adler Osterfeld mit 2:1 (1:1). Der Siegtreffer fällt erst kurz vor Schluss. Durch den Erfolg klettert die Mannschaft auf den 13. Platz.

Michal Szczepinski durfte nach dem Abpfiff noch einige Male erzählen, wie er seinen Kopfball in der 83. Minute aus ganz spitzem Winkel zentimetergenau platziert hatte. "Wie Lewandowski", sagte der 40-Jährige in Anspielung auf seinen treffsicheren polnischen Landsmann. Das Tor des Routiniers zum 2:1 gegen den SV Adler Osterfeld bescherte dem Fußball-Bezirksligisten RSV Praest den zweiten Sieg am Osterwochenende. Das Team verschaffte sich weiter Luft im Abstiegskampf und kletterte auf den 13. Rang. "Die Punkte sind natürlich goldwert", sagte RSV-Trainer Roland Kock.

Der Gastgeber begann gut und hatte schon nach fünf Minuten die erste dicke Chance, doch der starke Osterfelder Keeper Kevin Strauch entschärfte einen Volleyschuss von Juri Wolff aus kurzer Distanz. Auf der anderen Seite war aber auch RSV-Keeper Daniel Vollmer bei der ersten guten Aktion der Gäste auf dem Posten (9.).

In der 20. Minute setzte sich dann Juri Wolff entschlossen auf der linken Angriffsseite durch, zog zum Tor und überwand schließlich auch den Adler-Schlussmann zur 1:0-Führung. In der 29. Minute hätte Dennis Thyssen auf 2:0 erhöhen können. Der Angreifer umspielte den Torwart, legte sich den Ball aber zu weit vor, so dass der Winkel zu ungünstig wurde.

Im Gegenzug machten es die Gäste besser. Enes Türk traf einen Weitschuss optimal, der Ball schlug mit Wucht im Tor von Daniel Vollmer zum 1:1 ein. Erneut nur eine Minute später hätte Justin Ising den RSV wieder in Front bringen können, doch seinen Schuss aus gut 20 Metern parierte Strauch abermals glänzend. Anschließend blieb der Adler-Keeper auch noch bei einem Elfmeter Sieger, als er den Schuss von Dennis Thyssen hielt (40.). Zuvor hatte der Schiedsrichter nach einer Aktion von Strauch gegen Wolff auf den Punkt gezeigt.

Auch nach der Pause hatten die Praester zwei gute Chancen durch Fernschüsse von Dennis Thyssen, der in der 51. Minute aus 17 Metern die Latte traf und dann in der 72. Minute knapp verzog. Allerdings suchte der RSV in der zweiten Hälfte auch nicht das volle Risiko. "Wir wollten erst einmal gut stehen und geduldig spielen. Das hat sich ausgezahlt, und wir sind am Ende für unsere konzentrierte Arbeit belohnt worden", sagte Kock über den entscheidenden Angriff in der 83. Minute, als der RSV einen glänzenden Spielzug zeigte, eingeläutet über den emsigen Kevin Doos, der auf Marcel Wolters passte. Der Mittelfeldspieler hatte auf der rechten Seite ebenfalls einige gute Aktionen. Seine Flanke auf Szczepinski schien allerdings in dieser Szene schon ein bisschen zu lang zu werden. Doch Szczepinski nahm noch hinter dem zweiten Pfosten fast schon an der Torauslinie genau Maß und köpfte den Ball an den gegenüberliegenden Innenpfosten, von wo er zum 2:1 einschlug. Die Praester ließen danach nichts mehr anbrennen und durften sich schließlich über den Sieg freuen.

RSV Praest: Vollmer - Elders, Janssen, Schulz, Wilde, Wolters, Szczepinski, Thyssen, Ising (88. Stein), Wolff, Doos (90. Heiliger).

(RP)