Pferdesport: Lösung zeichnet sich ab

Pferdesport : Lösung zeichnet sich ab

Pferdesport: Der CDU-Bundestagsabgeordnete Stefan Rouenhoff aus dem Kreis Kleve hat eine Initiative gestartet, um den grenzüberschreitenden Reitsport zu verbessern.

Grenzenloses Reitvergnügen ist noch nicht möglich. Zumindest wenn Pferdefreunde an der deutsch-niederländischen Grenze wohnen. Seit dem Jahr 2005 dürfen deutsche Pferdebesitzer mit ihren Vierbeiner ohne EU-Gesundheitszeugnis nicht mehr die Grenze überreiten. Auch die Mitnahme eines Pferdes im Anhänger ins Ausland ist nicht ohne Weiteres erlaubt.

Ein amtstierärztliches Gutachten muss immer vorliegen – unabhängig davon, ob es sich um einen Erholungsritt oder eine Erholungsausfahrt kurz hinter der Grenze für zwei bis drei Stunden handelt.

Doch jetzt kommt Bewegung in die Geschichte. Eine vom Bundestagsabgeordneten Stefan Rouenhoff (CDU) gestartete Initiative zu Verbesserungen des grenzüberschreitenden Reitsports zwischen Deutschland und den Niederlanden zeigt erste Fortschritte. Dies geht aus dem Antwortschreiben des niederländischen Botschafters in Deutschland, Wepke Kingma, und einem Gespräch von Rouenhoff mit dem zuständigen niederländischen Botschaftsrat in Berlin hervor.

Hiernach bereite die im niederländischen Ministerium für Landwirtschaft, Natur und Lebensmittelqualität zuständige Chefveterinärin Christianne Bruschke nun den Text für ein Memorandum zwischen den Niederlanden und Deutschland vor.

Das geplante Memorandum soll – äquivalent zu einem bereits bestehenden Memorandum zwischen den Niederlanden, Frankreich, Belgien und Luxemburg – jetzt den Besitzern deutscher und niederländischer Sport- und Freizeitpferde ein ungehindertes Einreiten beziehungsweise Verbringen ihrer Pferde in das Nachbarland ermöglichen.

Aktuell müssen die Besitzer deutscher Sport- und Freizeitpferde beim Verbringen ihrer Pferde in die Niederlande ein vom Amtsarzt ausgestelltes Gesundheitszeugnis vorweisen können, das bis zu 200 Euro pro Pferd kostet und eine nur zehntägige Gültigkeit besitzt.

Rechtsverstöße werden auf niederländischer Seite derzeit mit bis zu 500 Euro pro Pferd geahndet. Umgekehrt müssen die Besitzer niederländischer Pferde beim Verbringen ihrer Pferde nach Deutschland zumindest dann kein amtliches Gesundheitszeugnis vorlegen, wenn sie sich mit ihren Sport- und Freizeitpferden für weniger als 24 Stunden in Deutschland aufhalten.

Nachdem der Text für ein Memorandum von niederländischer Seite in die deutsche Sprache übersetzt und von den zuständigen Chefveterinären in den Niederlanden und Deutschland genehmigt sei, folge das Notifikationsverfahren bei der Europäischen Kommission. Anschließend könne die neue Regelung angewendet, verlautete es aus der niederländischen Botschaft.

„Das ist eine sehr gute Nachricht für den grenzüberschreitenden Reitsport und die vielen Pferdebesitzer am Niederrhein. Ich freue mich, dass die niederländische Regierung hier schnell Abhilfe und eine Lösung im europäischen Sinne schaffen will“, so Rouenhoff.

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