Frauenfußball: Licht und Schatten beim SV Rees

Frauenfußball : Licht und Schatten beim SV Rees

Frauenfußball: In der Landesliga siegen die Grün-Weißen 7:1 gegen Moers II. Eintracht Emmerich verliert in Duisburg mit 1:2. In der Bezirksliga trifft Anne Kurzweil beim Halderner 1:0-Erfolg.

Uwe Landman, Trainer des Landesligisten SV Rees, sah beim 7:1 (6:1)-Erfolg gegen den GSV Moers II zwei extrem unterschiedliche Hälften seiner Elf und fand trotz des hohen Sieges nicht nur lobende Worte: „In der ersten Hälfte haben wir phasenweise richtig guten Fußball gezeigt. Nach dem Wechsel hat mich das Spiel aber leider stark an den Auftritt in der Vorwoche erinnert, denn trotz der hohen Führung lief fast nichts mehr zusammen.“

Der klare Erfolg gegen stark ersatzgeschwächte Moerserinnen ging auch in der Höhe in Ordnung, da die Reeser Elf noch zahlreiche Chancen liegen ließ. Bereits nach drei Minuten konnte Lorena Derksen nur durch ein Foul im Strafraum am Torerfolg gehindert werden. Den Elfmeter verwandelte Lisa Merling sicher zum 1:0. Nur zwei Minuten später wurde Marie Landman am langen Pfosten mustergültig von Ronja Eickhoff bedient und schob zum 2:0 ein. In der neunten Minute hielt Ronja Eickhoff selber drauf und erhöhte auf 3:0. Mitte der ersten Hälfte legten dann noch Sarina Roszykiewicz (18.) und Lorena Derksen (25.) nach, in der 30. Minute kamen die Moerserinnen zum Ehrentreffer, vier Minuten vor dem Wechsel stellte Lisa Merling per Kopf den alten Torabstand aber wieder her.

Nach dem Seitenwechsel leisteten sich die Reeserinnen Ballverluste, schwache Zweikämpfe und eine schlechte Chancenverwertung. Eine Einzelaktion von Lisa Merling, die nur durch ein Foulspiel gestoppt werden konnte, führte noch zu einem Tor. Die Gefoulte trat selbst an und verwandelte zum 7:1-Endstand (85.).

SV Rees: Heuvel; Derksen, Merling, Eickhoff; Kistemann, Bonn (46. Umbach), Heiming (60. van Weegen), Landman, Nieder, Roszykiewicz, Linkner (65. Hell).

Landesligist Eintracht Emmerich tat sich gegen einen unangenehm zu bespielenden Gegner sehr schwer und kassierte die erste Niederlage der Saison. Dabei gingen die Gäste nach einen Foulelfmeter durch Philine von Bargen bereits nach einer Minute in Führung. Im direkten Gegenzug gelang den Duisburgerinnen der 1:1-Ausgleich, „dann wurde das Spiel leider nickelig“, sah Eintrachts Trainer Frank Bauhaus einige Aktionen der Gegenspielerinnen über die Grenze der Fairness hinaus. „Ich bin froh, dass sich keiner verletzt hat.“ Eintracht schien verunsichert und kam nicht mehr so recht in die Partie.

Nach dem 1:2-Rückstand (55.), wäre von Bargen bei einer großen Chance kurz vor Schluss beinahe noch der Ausgleich geglückt. „Wir kamen nie richtig in die Partie, aber ein Unentschieden wäre gerechter gewesen“, so Bauhaus, dessen Spielerinnen aufgrund der Zustände in den Umkleidekabinen unmittelbar nach dem Abpfiff die Heimreise antraten.

Eintracht Emmerich: Saliger; Blach, Verhoeven (75. Ju. Reetz), Ja. Reetz, Dercks-Reimer (75. Winzer), von Bargen, Seegers, Bauhaus (46. Vennemann), Janßen, van Oostveen, Fonck.

Der SV Haldern bewahrt in der Bezirksliga auch nach dem vierten Spieltag eine weiße Weste. Mit vier Siegen, bisher ohne Gegentor, bleibt die Elf von Markus Sprenger punktgleich mit dem Tabellenführer. Zunächst waren aber die Gäste deutlich engagierter und das bessere Team im ersten Durchgang.

„Wir haben in der ersten Halbzeit überhaupt nicht umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben und die haben schon gut dagegen gehalten“, kritisierte Sprenger.

Mit zunehmender Spieldauer schwanden bei den Gästen aber die Kräfte, Haldern investierte mehr und belohnte sich mit dem 1:0-Siegtreffer von Anne Kurzweil in der 75. Minute.

SV Haldern: Teloh; Hakvoort, V. Lamers, Finken (90. Reichmann), Freihoff, Baumann, Otten (46. Neijenhuis), Venuis, Werdelmann (52. R. Lamers), Duising, Kurzweil (87. Schepers).

Bezirksligist RSV Praest hatte gegen den Tabellenführer Rhenania Bottrop mit 0:4 das Nachsehen. Im ersten Durchgang hielt die Elf von Trainer Martin Buchberger noch gut mit, geriet aber nach 20 Minuten in Rückstand. Nach der Pause machten die Gäste mit drei Treffern den Sieg perfekt.

RSV Praest: Rudi; Nissing, Weitz, Köpp, Meichsner, L. Buchberger, Willing (15. J. Koster), Scherlies (21. Gans), L. Koster, K. Buchberger, Thieme (21. Meisters).