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Tennis: Leidender Kapitän sieht 3:6-Niederlage

Tennis : Leidender Kapitän sieht 3:6-Niederlage

Die Herren 65 des TC Rot-Weiß Emmerich mussten sich gestern gegen den Niederrheinliga-Tabellenführer Blau-Weiß Kamp-Lintfort geschlagen geben. Für Manfred Kurth ist die Saison wegen einer Knieverletzung vorzeitig beendet.

Drei Wochen nach dem ungefährdeten 8:1-Erfolg gegen Stadtwald Hilden hat die Herren 65-Mannschaft des Tennis-Clubs Rot-Weiß Emmerich gestern die nächste Überraschung verpasst. Der Niederrheinligist verlor gegen Tabellenführer und Regionalliga-Anwärter BW Kamp-Lintfort mit 3:6 und musste damit einen kleinen Rückschlag im Abstiegskampf hinnehmen.

Für den Kapitän der Emmericher Oldies hat gestern die Leidenszeit begonnen. Manfred Kurth rutschte auf der Anlage am Eugen-Reintjes-Stadion auf seinem Stuhl unruhig hin und her und verfolgte die Ballwechsel seiner Kollegen. "Das ist überhaupt nichts für mich, einfach nur mitfiebern zu können", bekannte der Mannschaftsführer, für den die Saison wegen einer Entzündung im linken Knie vorzeitig beendet ist. Kurth hatte sich am ersten Spieltag in Kempen ein wahres Marathon-Match mit seinem Kontrahenten geliefert — unmittelbar danach waren die Beschwerden aufgetreten.

Trotz des 3:6 zeigte sich der Kapitän gestern zuversichtlich: "Diese Niederlage gegen den Topfavoriten ist kein Beinbruch. Wir benötigen noch einen Sieg zum Klassenerhalt. Und den schaffen die Jungs auch ohne mich." In der Tat lieferten die Rot-Weiß-Oldies gegen den Spitzenreiter eine Vorstellung, die für den Saison-Endspurt Mut macht. Zwar war die Niederlage des Gastgebers beim Stande von 1:5 bereits nach den Einzeln besiegelt. Doch es fehlte ganz einfach auch das nötige Quäntchen Glück, um dem designierten Regionallisten ein Bein stellen zu können. So hatten der an Nummer zwei gesetzte Dr. Martin Armasow und Günter Neumann jeweils erst im Match-Tiebreak das Nachsehen. Zum Mann des Tages auf Emmericher Seite avancierte Hans Angenent. Der sympathische Niederländer rang seinen Landsmann Hendrikus Oosterveld in einem dreieinhalbstündigen Match mit 7:6, 7:6 nieder. Der 's-Heerenberger war trotz der Strapazen anschließend zum Scherzen aufgelegt: "Meiner Frau verrate ich das knappe Ergebnis besser nicht. Sonst bekomme ich zu Hause nur wieder Ärger, weil ich so lange in der Sonne gespielt habe."

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Die übrigen Emmericher Routiniers waren chancenlos. Spitzenspieler Bernd Sackers verlor sein Einzel gegen die Kamp-Lintforter Nummer eins Hans Joosten ebenso glatt in zwei Sätzen wie Horst Wolfrath (gegen Werner Hein) und Gerd Stade (gegen Franz Müller). Anschließend ging ein Doppel kampflos an Bernd Sackers / Dr. Norbert Fohler, weil sich ein Gästespieler verletzt hatte. Den dritten Matchpunkt, der in der Endabrechnung noch eine wichtige Rolle spielen kann, steuerten Horst Wolfrath /Gerd Stade (3:6, 7:6, 6:4) bei.

(RP/rl)