Laufen : Laufpark Reeser Meer

Sobald der Kreis Kleve grünes Licht gibt, wird der Lauftreff des SV Haldern in Zusammenarbeit mit drei weiteren Vereinen ein ehrgeiziges Projekt in Angriff nehmen. Geplant ist ein Eldorado für Ausdauersportler.

Wie es der Zufall will, trifft sich die "Wildgans-Kommission" heute im Warsmannshof am Reeser Meer. Die Mitglieder des Lauftreffs des SV Haldern können es kaum noch abwarten, ob der Beirat bei der Unteren Landschaftsbehörde des Kreises Kleve grünes Licht für ein ehrgeiziges Projekt gibt. Geplant ist ein ganzjähriges Eldorado für Ausdauersportler und alle Naturfreunde: Laufpark Reeser Meer.

"Momentan ist ein Teil der geplanten Strecke von der Bellinghovener Straße bis Alt Sonsfeld von Dezember bis Februar zum Schutz der Gänse gesperrt. Wir können den geplanten Laufpark nur in Angriff nehmen, wenn diese Sperrung aufgehoben wird", sagt Jürgen Recha. Der Koordinator des Halderner Lauftreffs hat bereits mehrere Nachbarvereine ins Boot geholt, um die attraktiv klingende Idee in die Tat umsetzen zu können. Der TuS Haffen-Mehr, der Turnverein Rees und die Lebenshilfe Rees-Groin e.V. haben ihre Bereitschaft signalisiert, mit dem SV Haldern gemeinsame Sache zu machen. Die zehn Kilometer lange Strecke rund ums Reeser Meer, die im Frühjahr und Sommer seit langem bei Langläufern, Nordic Walkern und Spaziergängern hoch im Kurs steht, soll wetterfest gemacht werden. Rund 2000 Meter der Strecke — speziell zwischen Haldern und Haffen-Mehr — sind zurzeit bei starkem Regen oder Schnee unpassierbar. "Diese Passagen, die oft unter Wasser stehen, möchten wir mit Drainagen versehen", erklärt Recha.

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Geplant sind zudem drei so genannte "Einstiegspunkte" (in Rees / Bergswick, Haldern / Ende Milchstraße und Haffen-Mehr / Wilhelmstraße). Dort sollen beispielsweise Sitzbänke, Informationstafeln und solarbetriebene Lampen aufgestellt werden. Geschätzter Kostenpunkt für den Laufpark Reeser Meer: etwa 35 000 Euro. Die Initiatoren haben allerdings im Vorfeld so kalkuliert, dass die Kassen der vier beteiligten Vereine nicht belastet werden. In der Niederrheinischen Kies- und Sandbaggerei (NKSB) steht ein Sponsor bereits in den Startlöchern, falls die zuständigen Behörden keine Bedenken in Sachen der gefiederten Touristen aus Sibirien haben sollten. Weitere Firmen aus der Umgebung haben ebenfalls ihre Bereitschaft angedeutet, den Laufpark finanziell zu ermöglichen.

Eröffnung im Sommer 2011

"Die Geldgeber erhalten im Gegenzug die Möglichkeit, auf den Info-Tafeln Werbung in eigener Sache zu machen", erläutert der Halderner Lauftreff-Koordinator. Jürgen Recha ist guter Dinge, dass das Projekt in naher Zukunft realisiert werden kann: Die Eröffnung des Laufparks Reeser Meer soll im Sommer nächsten Jahres gefeiert werden.

(RP)