Kurzes Comeback

Bei seiner Rückkehr in den Formel 1-Zirkus lief es für den Emmericher Nico Hülkenberg nicht. Nach wenigen Sekunden war für den 24-Jährigen das Rennen vorbei. Dabei hatte er zuvor beim Qualifying für Aufsehen gesorgt.

EMMERICH/MELBOURNE Vor 16 Monaten saß Nico Hülkenberg zum letzten Mal in einem Formel 1-Boliden. Kein Wunder, dass der Emmerich es nun bei seiner Rückkehr in die Königsklasse Motorsports es besonders gut machen wollte. Doch daraus wurde nichts. Beim Saisonauftakt in Melbourne war für den 24-Jährigen bereits nach der ersten Kurve im Albert Park-Circuit das Rennen vorbei. "Ich bin super enttäuscht", ärgerte sich Hülkenberg über das frühe Ausscheiden.

Es kam knüppeldick

Beim kurzen Formel 1-Comeback kam es für den Force-India-Piloten sofort knüppeldick. Der Deutsche kam von neunten Startplatz gut weg und fuhr auf die erste enge Rechtskurve zu. Aber Hülkenberg war zur falschen Zeit am falschen Platz. Er wurde in eine Kollision verwickelt und musste den Wagen abstellen. Zu gravierend waren die Beschädigungen am Fahrzeug. "Ich hatte einen guten Start und habe gleich zwei, drei Plätze gutgemacht. Ich habe mich neben Mark Webber gebremst, habe eingelenkt und plötzlich einen Schlag bekommen. Dieser hat mir die gesamte Aufhängung und den Reifen kaputt geschlagen. Es sieht alles sehr übel aus", erzählte Hülkenberg. Besser lief es für Teamgefährten Paul di Resta, der auf Platz zehn vorfuhr und sich damit einen ersten Punkt ergatterte.

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"Irgendwie scheint der Albert Park etwas dagegen zu haben, mich eine komplette Distanz fahren zu lassen", fuhr Hülkenberg fort. Denn schon sein erster Formel 1-Start in Australien ging daneben. In 2010 kollidierte er mit Kamui Kobayashi, so dass auch hier schon in Runde eins das Aus kam. "Das einzig Gute ist, dass ich in vier Tagen wieder im Auto sitzen werden. Dies ist der besten Weg, eine Enttäuschung zu verarbeiten", erzählte der Emmericher nach dem enttäuschenden Auftritt weiter.

Dabei hatte es in Australien sehr gut für den Piloten ausgesehen. In den freien Trainingseinheiten lief es optimal. Am Freitag reichte es gar zu Rang zwei. Das letzte freie Training beendete der Mann vom Niederrhein mit 1,348 Sekunden Rückstand auf Platz 14. Aber Hülkenberg drehte noch einmal mächtig auf. Im ersten Qualifying nach einjähriger Pause schaffte er es gleich unter die Top 10. Dabei ließ er unter anderem die hoch gehandelten Ferrari-Piloten Fernando Alonso und Felipe Massa hinter sich.

Aber als es gestern in Melbourne ernst wurde, hatte Hülkenberg nicht das nötige Quäntchen Glück, denn auch Bruno Senna, Mark Webber und Daniel Ricciardo waren in dem Scharmützel verwickelt. Alle konnten das Rennen fortsetzen - nur für Nico Hülkenberg endete das Comeback in der Formel 1 vorzeitig.

(RP)