Kreisliga B: Rheingold Emmerich sieht sich auf einem guten Weg

Fußball : Neuzugänge sorgen für viel Schwung

Thorsten Thüß, Trainer des B-Ligisten VfB Rheingold, gibt keine forsche Zielsetzung für die Saison aus, um die Spieler nicht unnötig unter Druck zu setzen. Er hält die Liga für äußerst ausgeglichen - und vermutet einige Wundertüten.

Von einem ruhigen Fahrwasser kann man beim VfB Rheingold Emmerich nicht sprechen. Nachdem Trainer Dennis Lindemann und der Sportliche Leiter, Thorsten Thüß, Ende der letzten Spielzeit ihre Rücktritte bekanntgaben, doch es Mitte Mai dann zu einer überraschenden Wende kam, musste der VfB dann noch vor Vorbereitungsbeginn den erneuten Rückzieher von Lindemann verkraften, so dass die Emmericher mit einem neuen Trainerteam in die Kreisliga-B-Spielzeit gehen. Eigentlich sollte Thorsten Thüß als Co-Trainer von Lindemann fungieren, doch nach dessen Rücktritt übernahm Thüß nach kurzer Bedenkzeit das Amt des Cheftrainers. Als Assistenten werden dem 36-Jährigen der 23-Jährige Nils Handrup sowie Pascal Lohmann, den Thüß zudem als Spieler reaktivieren konnte, zur Verfügung stehen.

„Ich habe ein wenig gebraucht, um mich mit der Situation anzufreunden. Allerdings hatten wir ja noch ein wenig Zeit bis zum Vorbereitungsbeginn, so dass ich mit Nils und Pascal zwei Co-Trainer finden konnte, die mich bisher sehr gut unterstützt haben, was bei unserem großen Kader diese Spielzeit auch sehr wichtig ist“, erklärt der VfB-Coach die neue Situation. Neben den beiden externen Zugängen Cem Altun (SV Vrasselt II) und Damir Kafedzic, die beide für die Offensive eingeplant sind, werden zu dieser Saison Frederik Miß, Sascha Knieling, Lukas Köster und Andreas Jansen aus dritten Mannschaft hochgezogen. Zudem sind Timon Te Kempel, Kamil Pawel Mzyk, Karan Jhatta und Henry Smeenk aus der A-Jugend der JSG Emmerich zur ersten Mannschaft gestoßen. „Alle Neuzugänge haben bisher einen sehr guten Eindruck hinterlassen und bringen viel Schwung in die Mannschaft“, so Thüß.

Allerdings haben die Emmericher auch drei Abgänge zu verkraften. Zum einen hat sich Torwart Fabian Kewitz der DJK Hüthum-Borghees angeschlossen und Ertug Cosgun ist zur Reserve von Eintracht Emmerich gewechselt. Am schwersten dürfte allerdings der Abgang von Kapitän Jens Wunder zum SV Vrasselt wiegen. „Der Abgang von Jens tut natürlich sehr weh. Er war in den vergangenen Jahren Kapitän und Leistungsträger und auch neben dem Platz enorm wichtig. Eins-zu-Eins wird man Jens am Anfang noch nicht ersetzen können, sondern nur im Kollektiv. In diese Rolle muss erst jemand hineinwachsen“, bedauert Thüß den Abgang des Ex-Kapitäns, ergänzt aber: „Ich habe mich für Leroy Nienhaus, Pierre Elspaß und Christian Schuldt als neue Spielführer entschieden und glaube, dass sie in die Rolle übernehmen können.“

Sein Hauptaugenmerk hat Thüß in der Vorbereitung vor allem auf die Disziplin gelegt: „Wir haben in der Vergangenheit durch Disziplinlosigkeiten viele Punkte verschenkt, in Partien, in denen wir eigentlich klar besser waren. Das darf in dieser Spielzeit nicht passieren. Daher kommt auch der große Kader zu Gute, da wir jede Position ersetzen können.“ Weiter sagt er: „Ich möchte jetzt nicht im August schon ein Ziel ausgeben, da dazwischen noch 30 Spiele liegen.“ Denn auch der VfB-Coach weiß, dass die Kreisliga B, Gruppe 2 noch ausgeglichener ist, als in der vergangenen Spielzeit: „Es ist wieder eine sehr schwere Gruppe, mit sieben, acht Mannschaften, die sehr wahrscheinlich um den Aufstieg mitspielen werden.“ Vor allem die Reserveteams sind für Thüß Wundertüten. „Das sind zweite Mannschaften von Landes- und Bezirksligisten. Das ist wie eine Lotterie, da weißt du nie, wer auf dem Platz steht. Zudem kommt mit Mehrhoog ein guter Absteiger aus der Kreisliga A hinzu und mit Heelden aus der Bocholter Gruppe eine Mannschaft, die mit um den Aufstieg spielt“, erklärt der Trainer.

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